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Statistiken

Statistiken zur Organspende in Deutschland und Europa Lesedauer: 3 Minuten Inhalt Über 8.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan Spanien als europaweiter Vorreiter Organtransplantationen in den letzten 50 Jahren Die Organspende rettet jedes Jahr viele Leben. Dennoch bleibt die Zahl der Spenderinnen und Spender in Deutschland vergleichsweise gering, viele Menschen stehen auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Zahlen, Entwicklungen und Vergleiche zur Organspende im In- und Ausland. Kurz gefasst Etwa 8.207 Menschen standen in Deutschland im Januar 2026 auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die meisten warten auf eine Spenderniere. Im Jahr 2025 verzeichnete Deutschland 985 Organspenderinnen und -spender. Das entspricht 11,8 Spenderinnen und Spendern pro Million Einwohner. Spanien hat in Europa die höchste Spenderquote. 2024 kamen dort auf eine Million Einwohner 48 Organspenderinnen und Organspender. Über 8.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan Im Januar 2026 standen in Deutschland 8.207 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan . Die meisten von ihnen warteten auf eine Niere (6.237 Personen). 2025 wurden insgesamt 4.792 neue Patientinnen und Patienten in eine Warteliste aufgenommen – gleichzeitig verstarben 633 Menschen, bevor sie ein passendes Organ erhalten haben. Erfahren Sie mehr zur Wartelistenführung. Warum so viele Menschen auf eine Niere warten Hauptursache für eine chronische Nierenerkrankung sind zum einen Bluthochdruck und zum anderen Diabetes mellitus. Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 treten in Deutschland häufig auf. Mit fortschreitender Nierenerkrankung kann das Organ so weit geschädigt werden, dass eine Diaslyse notwendig ist – spezielle Verfahren, die das Blut reinigen. Eine Transplantation kann die Lebensqualität deutlich der Patientinnen und Patienten verbessern und das Leben verlängern. Momentan warten weit mehr Menschen auf eine Niere, als Spenderorgane verfügbar sind. Anzahl der postmortalen Organspenderinnen und -spender in Deutschland 2025 gab es in Deutschland 985 postmortale Organspenderinnen und -spender, 32 mehr als im Vorjahr. 2017 gab es bundesweit 797 Menschen, die nach ihrem Tod Organe gespendet haben. Das war der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Spanien als europaweiter Vorreiter Spanien zählt mit über 48 Spenderinnen und Spendern pro Million Einwohner (2024) zu den Ländern mit den meisten Organspenderinnen und -spendern in Europa. Deutschland bleibt im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld. Spanien zählt zu den Ländern mit den meisten Organspenderinnen und -spender in Europa. Mit Blick auf den Anteil an Organspenderinnen und -spender pro eine Million Einwohner gibt es in Deutschland europaweit vergleichsweise wenige Organspenden. Zahl der Organspenderinnen und -spender pro eine Million Einwohner 2022 Quelle: IRODaT 2023 Die Liste zeigt eine Auswahl an Ländern. Organtransplantationen in den letzten 50 Jahren V on 1963 b is einschließlich 2024 wurden in Deutschland dank Organspende 156.923 Organe verpflanzt. Häufig werden bei einer Zustimmung zur Organspende mehrere Organe entnommen. 2024 wurden pro Spenderin oder Spender durchschnittlich 3 Organe entnommen und transplantiert (2025: durchschnittlich 3,1 Organe pro Spender) . Transplantierte Organe zwischen 1963 und 2024: 98.798 Nieren 30.435 Lebern 15.140 Herzen 8.074 Lungen 4.355 Bauchspeicheldrüsen 121 Därme Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte der Organtransplantation. FAQ: Häufig gestellte Fragen 1. Wie viele Organe werden pro Jahr in Deutschland transplantiert? Im Jahr 2025 wurden insgesamt 3.256 Organe aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert. Bundesweit konnte damit 3.150 Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder ein Weiterleben ermöglicht werden – gleichzeitig warteten zum 1. Januar 2026 weiterhin 8.207 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. 2. Welches ist das am häufigsten transplantierte Organ? Die Niere ist mit Abstand das am häufigsten transplantierte Organ. Sie wurde 2025 2.666 Patientinnen und Patienten transplantiert, davon 1594 nach einer postmortalen Organspende. Da der Mensch zwei Nieren hat und auch mit nur einer voll funktionsfähigen Niere gut leben kann, ist eine Spende bei guter Gesundheit deshalb auch zu Lebzeiten möglich. 3. Wie entwickeln sich die Spenderzahlen in Deutschland? Die Zahl der Organspenderinnen und -spender bleibt seit Jahren relativ konstant, wobei das öffentliche Bewusstsein durch Aufklärung und Dokumentationsmöglichkeiten langsam wächst. 2025 spendeten 985 Menschen , leicht mehr als im Vorjahr und die höchste Zahl seit dem Jahr 2012.

Augenhornhaut

Die Augenhornhaut­transplantation Lesedauer: 2 Minuten Inhalt Gründe für eine Augenhornhauttransplantation Die Transplantation der Augenhornhaut ist ein medizinischer Routineeingriff in Deutschland, der jährlich rund 9.000 Mal durchgeführt wird. Für Menschen mit getrübter oder verletzter Hornhaut kann dieser Eingriff die Sehkraft wiederherstellen und die Lebensqualität erheblich verbessern. Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden. Kurz gefasst Die Transplantation der Augenhornhaut wird in Deutschland pro Jahr etwa 9.000-mal durchgeführt. Sie ist damit ein medizinischer Routineeingriff und hat eine hohe Erfolgsquote. Für die Empfängerin oder den Empfänger einer Augenhornhautspende kann dieser Eingriff das Sehvermögen deutlich verbessern und so die Lebensqualität steigern. Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden. svetikd / Getty Images Was sind die Aufgaben der Augenhornhaut? Die Augenhornhaut (Cornea) ist der transparente Teil des Auges direkt vor der Pupille und der Iris. Sie besteht aus mehreren Schichten und begrenzt das Auge nach außen. Die Hornhaut … … wird über die Tränenflüssigkeit mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, … schützt das Auge und ermöglicht scharfes Sehen, … ist essentiell für die Lichtbrechung und damit für die Sehschärfe. Mehr zu Immunsuppressiva. Gründe für eine Augenhornhauttransplantation Eine Transplantation der Augenhornhaut wird nötig, wenn die Sehkraft einer Person durch Eintrübungen oder Verletzungen der Augenhornhaut stark beeinträchtigt ist. Eine Erkrankung der Augenhornhaut kann so weit voranschreiten, dass die Betroffenen ganz erblinden. Bei einer Augenhornhauttransplantation wird die getrübte Hornhaut durch eine klare Spenderhornhaut ersetzt. Betroffene erhalten so größtmögliche Sehfähigkeit zurück , was die Lebensqualität erheblich steigert. Zahlen und Fakten zur Transplantation Die Transplantation der Augenhornhaut ist ein medizinischer Routineeingriff. In Deutschland werden im Jahr etwa 9.000 Augenhornhäute transplantiert. Zum Vergleich: Die am häufigsten durchgeführte Organtransplantation - die Nierentransplantation - wird durchschnittlich 2.000-mal im Jahr durchgeführt. Die Erfolgsaussichten sind hoch. Das Immunsystem reagiert kaum auf die transplantierte Augenhornhaut und Abstoßungsreaktionen sind selten. Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems ( Immunsuppressiva ) sind dadurch in der Regel nicht nötig. Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden . Es gibt zwei Varianten der Entnahmeoperation: Komplettes Auge Stück der Hornhaute : etwa so groß wie eine 2-Cent-Münze, inklusive einem Teil der Lederhaut, also dem weißen Teil des Auges Nach der Entnahme werden der Spenderin oder dem Spender künstliche Linsen oder Augenprothesen eingesetzt, sodass der Gesichtsausdruck erhalten bleibt. Die Entnahme ist so äußerlich nicht zu erkennen. Die Angehörigen können von der verstorbenen Person in gewünschter Weise Abschied nehmen. 9.197 Augenhornhäute wurden 2019 transplantiert. Hintergründe zur Augentransplantation Die Transplantation eines gesamten Augapfels gelang erstmals im Mai 2023 einem Team aus Chirurginnen und Chirurgen der New Yorker Universitätsklinik Langone Health (USA). Während der 21-stündigen Operation wurden dem Patienten, Aaron James, Teile des Gesichts sowie das linke Auge transplantiert. Bei der Transplantation wurden die Blutgefäße, die das Auge versorgen, zwischen dem Gesicht des Spenders und dem des Empfängers verbunden und der Sehnerv vernäht. Eine Sehfunktion ist beim transplantierten Auge jedoch nicht vorhanden, und auch andere Funktionen wie Lidhebung oder Augenbewegungen waren nicht nachweisbar.

Infos zum Ausfüllen

So füllen Sie Ihren Organspendeausweis aus Lesedauer: 2 Minuten Inhalt So füllen Sie einen Organspendeausweis aus Mit einem Organspendeausweis können Sie festlegen, ob Sie nach Ihrem Tod Organe und Gewebe spenden möchten: vollständig, teilweise oder gar nicht. Sie können außerdem eine Person bestimmen, die im Ernstfall an Ihrer Stelle entscheiden soll. Falls Sie noch keinen Ausweis besitzen, können Sie Ihn auch ganz einfach online ausfüllen oder bestellen. Kurz gefasst Auf dem Organspendeausweis können Sie einer Organ- und Gewebespende zustimmen, sie ablehnen oder nur bestimmte Organe und Gewebe für eine Spende freigeben. Sie können außerdem eine Person benennen, die im Ernstfall über eine Organ- und Gewebespende entscheiden soll. Erfahren Sie in einem kurzen Clip Schritt für Schritt, wie Sie den Organspendeausweis richtig ausfüllen. Es ist ganz einfach, einen Organspendeausweis auszufüllen Es gibt viele Entscheidungsmöglichkeiten. Treffen Sie Ihre. Es ist ganz einfach, einen Organspendeausweis auszufüllen. Sie können ihn online ausfüllen und ausdrucken oder kostenfrei bestellen. Tragen Sie den Organspendeausweis bei sich und informieren Sie Ihre Angehörigen über Ihre Entscheidung. Sie müssen nirgends anmelden oder registrieren. Es ist keine ärztliche Voruntersuchung notwendig. Ihre Entscheidungsmöglichkeiten im Überblick Auf einem Organspendeausweis können Sie… … einer Organ-und Gewebespende uneingeschränkt zustimmen; … eine Organ- und Gewebespende ablehnen; … nur bestimmte Organe und Gewebe zur Spende freigeben; … eine Person benennen, die im Fall der Fälle über eine Organ- und Gewebespende entscheiden soll. Möchten Sie auf Besonderes hinweisen? Auch dafür bietet der Organspendeausweis Platz. Einen ärztlichen Nachweis oder eine Registrierung brauchen Sie nicht. Schon gewusst? Ihre Entscheidung zur Organspende können Sie jederzeit ändern. Füllen Sie einfach einen neuen Ausweis aus oder ändern Sie Ihre Daten im Online-Register , sollten Sie sich umentscheiden. Im Video erklärt: So füllen Sie den Organspendeausweis aus Der Organspendeausweis ist einfach auszufüllen – und doch ist es wichtig zu wissen, wie. Im folgenden Video zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende eintragen. Video Organspendeausweis Film herunterladen Nutzungsbedingungen Beim Download der hier angebotenen Dateien gelten die folgenden eingeschränkten, nicht exklusiven Nutzungsrechte. Sie dürfen die Download-Dateien nur unverändert in voller Länge (ohne Bild- und/oder Tonänderung und ohne zusätzlichen Sprechertext) einschließlich des BZgA-Logos und des Kampagnenlogos im Rahmen von Veranstaltungen zu gesundheitlichen Aufklärungsmaßnahmen nutzen. Eine anderweitige Nutzung ist ausgeschlossen. Das Werk darf ausschließlich zu nicht-kommerziellen und nicht-gewerblichen Zwecken genutzt werden. Das eingeräumte Nutzungsrecht beinhaltet nicht das Recht zu Weitergabe an Dritte. Insbesondere ist es nicht gestattet, die Dateien in fremden Internetangeboten oder im Intranet zum Download anzubieten, weder kostenlos noch kostenpflichtig. Die BZgA muss als Quelle benannt werden. Das Urheberrecht sowie sämtliche Nutzungsrechte verbleiben bei der BZgA. Mit Klick auf das Kästchen akzeptieren Sie diese Nutzungsbedingungen.

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit – Wer wir sind Inhalt Wir sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ( BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ) ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Seit 1967 stärken wir die öffentliche Gesundheit in Deutschland durch Prävention, Gesundheitsförderung und Aufklärung. Kurz gefasst Das BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (früher: BZgA) ist seit 1967 zentrale Fachbehörde im Gesundheitswesen. Wir fördern Krankheitsprävention, Gesundheitsförderung und öffentliche Gesundheistaufklärung. Unsere Schwerpunkte: Krankheitsprävention, Früherkennung und Stärkung individueller Gesundheitskompetenz. Die Aufklärung umfasst auch Themen wie Organ- und Gewebespende. Was sind unsere Ziele? Unsere Arbeit dient der langfristigen Sicherung der Gesundheit der Bevölkerung. Die beiden Hauptziele des BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sind deshalb: Gesundheitsvorsorge und Gesundheitserhaltung . Wir setzen auf: primäre Prävention , um Neuerkrankungen zu vermeiden sekundäre Prävention , um Krankheiten frühzeitig zu erkennen Gesundheitsförderung , um das individuelle Gesundheitspotenzial zu stärken Wir unterstützen dabei, Wissen und Kompetenzen zu gesundheitlichen Themen aufzubauen, Risiken zu erkennen und gesundheitsbewusst zu handeln. So kann Verantwortung sowohl für die eigene Gesundheit als auch die anderer Menschen übernommen werden. Wir unterstützen Menschen dabei, ihr Wissen und ihre Einstellungen zu gesundheitlichen Themen aufzubauen und zu stärken. So fördern wir die Fähigkeiten der Menschen, sich gesund zu verhalten, Risiken zu erkennen und zu vermeiden und so für die eigene und die Gesundheit anderer Menschen Verantwortung zu übernehmen. Aufklärung zur Organ- und Gewebespende Nach § 2 des Transplantationsgesetzes ist das BIÖG (Anmerkung: Im Gesetzestext noch mit dem alten Namen als BZgA bezeichnet) verantwortlich für die Aufklärung der Bevölkerung über die Organ- und Gewebespende . Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland dabei unterstützen, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen, eine eigene persönliche Entscheidung für oder gegen eine Spende zu treffen und diese zu dokumentieren. Im Fokus steht eine ergebnisoffene Aufklärung, die die gesamte Tragweite der Entscheidung abbildet. Erfahren Sie mehr zur Kampagne "Organspende - Die Entscheidung zählt!" Zusammenarbeit im Public-Health-System Mit der Neuausrichtung des BIÖG wird die öffentliche Gesundheit in Deutschland gestärkt. Als zentrale Institution im deutschen Public-Health-System arbeiten wir eng mit Partnern wie dem Robert-Koch-Institut zusammen. Gemeinsam entwickeln wir wissenschaftlich fundierte Strategien, um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern, Risiken zu reduzieren und die Prävention zu stärken.

Infotelefon Organspende

Infotelefon Organspende – Ihre Fragen kompetent beantwortet Inhalt Das Infotelefon Organspende ist Ihre zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Organ- und Gewebespende. Unsere erfahrenen Kolleginnen und Kollegen informieren Sie verständlich, sachlich und neutral, sodass Sie Ihre persönliche Entscheidung sicher treffen können. Kurz gefasst Das Infotelefon Organspende beantwortet alle Fragen rund um Organ- und Gewebespende verständlich und neutral. Sie erreichen uns gebührenfrei unter 0800 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Ziel ist es, Ihre individuelle Entscheidungsfindung zu unterstützen und Unsicherheiten zu klären. Eine Nummer für alle Fragen Sie haben Fragen zur Organ- und Gewebespende, auf die Sie keine Antworten finden? Oder möchten sich einfach mit jemandem austauschen, bevor Sie Ihre persönliche Entscheidung für oder gegen die Organ- und Gewebespende treffen? Unser Infotelefon Organspende steht Ihnen dafür montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr gebührenfrei zur Verfügung. Häufige Fragen und Antworten Nutzen Sie auch unsere FAQs zur Organ- und Gewebespende für Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema. Wir nehmen uns Zeit für Ihr Anliegen Viele Fragen können schnell beantwortet werden, weshalb die meisten Telefonate in der Regel nicht länger als drei bis fünf Minuten dauern. Scheuen Sie sich aber auch nicht davor, auch mit komplexeren Fragestellungen zu uns zu kommen. Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Infotelefon nehmen sich die Zeit, um all Ihre Fragen ausführlich und verständlich zu beantworten. Das Infotelefon ist für ALLE Fragen zur Organ- und Gewebespende da – lediglich Auskünfte zu persönlichen medizinischen Befunden oder konkreten persönlichen versicherungsrechtlichen Fragen können über das Infotelefon nicht behandelt werden. Wir nennen Ihnen hier aber gerne Ansprechpartnerinnen und -partner, die Ihnen bei persönlichen Fallberatungen helfen. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen In der Frage für oder gegen die Organ- oder Gewebespende gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“. Das Infotelefon Organspende unterstützt Sie dabei, all Ihre offenen Fragen zu klären – die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende liegt immer ganz bei Ihnen. Sie haben sich schon entschieden? Hier gibt es den Organspendeausweis.

Fallbeispiel

Vom ersten Symptom bis zum Hirntod: Das Fallbeispiel von Maria Dahl Lesedauer: 5 Minuten Inhalt 3. August, morgens: erste Anzeichen 3. August, mittags: Verdacht auf Aneurysma 3. August, nachmittags: Bestätigung des Verdachts 4. bis 5. August: Bedenkzeit 6. August, morgens: Zögerliche Entscheidung 9. August, abends: Maria Dahl trifft am Vortag der Operation wieder in der neurochirurgischen Station ein 10. August, früher Morgen: Zusammenbruch auf der Station 10. August, früher Morgen: Steigender Hirndruck 10. August, abends: Keine Aussicht auf Rettung 11. August, morgens: Finale Diagnose Der Hirntod bezeichnet den unumkehrbaren Ausfall sämtlicher Funktionen des Gehirns, also von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Dieses Fallbeispiel beschreibt, wie eine scheinbar harmlose Veränderung – ein gerissenes Blutgefäß im Gehirn – schließlich zum Hirntod führte. Die Geschichte basiert auf einem realen Fall aus dem Jahr 2015. Namen und Institutionen wurden geändert. Kurz gefasst Der Hirntod ist eingetreten, wenn sämtliche Hirnfunktionen irreversibel ausgefallen sind. Das Ausfallen der Gehirnfunktionen kann verschiedene Ursachen haben. Das Beispiel von Maria Dahl veranschaulicht den Verlauf einer Hirnblutung bis zur Diagnose des Hirntods. 3. August, morgens: erste Anzeichen Maria Dahl ist 63 Jahre alt. Bis auf kleine Beschwerden hin und wieder fühlt sie sich fit und aktiv . Nur ein Bluthochdruck ist bekannt, den sie dank Medikamenten jedoch gut im Griff hat. Eines Morgens bemerkt sie beim Blick in den Spiegel, dass ihr rechtes Augenlid etwas hängt , sie einiges doppelt sieht und ihre Augen ungewöhnlich lichtempfindlich sind. Auch zuvor ist ihr bereits eine leichte Muskelschwäche des linken Arms aufgefallen. Schmerzen verspürt sie aber nicht . Sie entschließt sich, noch am selben Vormittag ihren Hausarzt aufzusuchen. BIÖG / Birgitta Petershagen Maria Dahl stellt beim Blick in den Spiegel fest, dass ihr Augenlid etwas hängt. 3. August, mittags: Verdacht auf Aneurysma Maria Dahls Hausarzt vermutet, dass Hirnnerven beeinträchtigt sind. Die Ursache könnte eine krankhaft erweiterte Schlagader im Gehirn sein: eine Gefäßaussackung (Aneurysma). Bestätigt sich der Verdacht, besteht Lebensgefahr . Da Maria Dahl nicht stationär im Krankenhaus aufgenommen werden möchte, überweist der Hausarzt sie umgehend zu einem Radiologen, um den Verdacht abzuklären. Mehr zum Aufbau des Gehirns. 3. August, nachmittags: Bestätigung des Verdachts Die Magnetresonanzangiographie (MRA), mit der Blutgefäße bildlich dargestellt werden können, bestätigt, dass Maria Dahls Hirnschlagader an zwei Stellen krankhaft erweitert ist . Da diese Aneurysmata auf einen Hirnnerv drücken, sind sie wahrscheinlich für ihre Beschwerden verantwortlich. Das Risiko: Ein Riss der Gefäßwand und eine massive Gehirnblutung . Solche Blutungen führen häufig zu schweren Behinderungen und verlaufen nicht selten tödlich. Der Radiologe rät Maria Dahl, sich umgehend in einem Fachzentrum behandeln zu lassen. BIÖG / Birgitta Petershagen Maria Dahl und ihr Radiologe besprechen die Untersuchungsergebnisse. 4. bis 5. August: Bedenkzeit Maria Dahl ist verunsichert und muss die Befunde und Ratschläge verarbeiten. Sie verbringt zwei Tage zu Hause und vereinbart schließlich eine Aufnahme in der neurochirurgischen Allgemeinstation eines nahegelegenen Krankenhauses. 6. August, morgens: Zögerliche Entscheidung Im Aufklärungsgespräch erfährt Maria Dahl das geplante Vorgehen: In einer Operation sollen die krankhaften Gefäßaussackungen ausgeschaltet werden, um Blutungen im Schädelinneren zu verhindern. Die Fachärztinnen und -ärzte raten zu einem OP-Termin am nächsten Tag. Maria Dahl hat Angst vor Komplikationen . Da sich ihre Beschwerden in den letzten Tagen nicht verschlechtert haben, zögert sie, sich überhaupt operieren zu lassen. Schließlich entschließt sie sich, den Eingriff auf Montag zu verschieben . Trotz der Hinweise, dass sie sich in einer lebensbedrohlichen Situation befindet, verlässt sie über das Wochenende das Krankenhaus, kehrt am Vortag der Operation wieder zurück und verbringt die Nacht auf der Station. 9. August, abends: Maria Dahl trifft am Vortag der Operation wieder in der neurochirurgischen Station ein Maria Dahl begibt sich am Vortag der Operation wieder ins Krankenhaus und erhält abends eine vom Anästhesisten empfohlene Schlaftablette. Sie verbringt die Nacht auf der Station. 10. August, früher Morgen: Zusammenbruch auf der Station Auf dem Weg zur Toilette bricht Maria Dahl zusammen . Der Stationsarzt findet sie mit Anzeichen eines epileptischen Anfalls: Muskelzuckungen, Schnappatmung und weit gestellten Pupillen. Bereits während das krankenhausinterne Rettungsteam auf dem Weg ist, kommt es zu einem Herzstillstand . Der Stationsarzt führt unverzüglich eine Herzdruckmassage durch, woraufhin Maria Dahls Herz wieder selbstständig schlägt. Ihr wird ein Venenzugang gelegt und eine künstlichen Beatmung angeschlossen, doch auch daraufhin bleibt sie bewusstlos und ohne Reflexe. Die Computertomographie (CT) des Kopfes (eine spezielle 3D-Röntgenuntersuchung, mit der Schnittbilder des Körpers angefertigt werden) zeigt: Eine der Gefäßaussackungen ist gerissen. Es liegt eine massive Gehirnblutung vor. BIÖG / Birgitta Petershagen Maria Dahl ist auf dem Krankenhausflur zusammengebrochen. 10. August, früher Morgen: Steigender Hirndruck Durch das Reißen des Aneurysmas ist der geplante Eingriff nun nicht mehr möglich . Als Folge der Gehirnblutung ist der Druck im Schädelinneren krankhaft erhöht. Er muss dringend gesenkt werden muss. Maria Dahl wird ein kleiner Zugang (Katheter) im Schädel gesetzt, über welchen mit Blut angereichertes Nervenwasser abgelassen werden kann. Unter günstigen Bedingungen sinkt danach der Druck im Schädelinneren, sodass das Gehirn wieder besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Allerdings gelingt das bei Maria Dahl nicht: Der Schädelinnendruck kann nicht ausreichend gesenkt werden und weitere Untersuchungen deuten darauf hin, dass ihr Gehirn nur mangelhaft durchblutet wird. Die Ärztinnen und Ärzte unternehmen weitere Behandlungsversuche, um den Schädelinnendruck zu senken – jedoch ohne Erfolg . Der Zustand ist kritisch und zunehmend lebensbedrohlich . 10. August, abends: Keine Aussicht auf Rettung Trotz aller Maßnahmen bleibt der Schädelinnendruck sehr hoch. Die Ärztinnen und Ärzte befürchten, dass Maria Dahl nicht mehr zu retten ist: Der Druck wird vermutlich weiter ansteigen und die Durchblutung des Gehirns zum Erliegen bringen , Teile des Gehirns werden absterben . Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen besprechen sich über Maria Dahls Zustand und fassen zusammen: Es liegt eine schwere, lebensbedrohliche Gehirnblutung aus einer Hirnschlagader vor. Die Untersuchungen legen nahe, dass die Gehirndurchblutung zum Stillstand gekommen ist. Es ist nicht gelungen, Maria Dahls Zustand zu verbessern. Beide Pupillen sind seit nunmehr einigen Stunden geweitet und reagieren nicht auf Lichteinfall und der Hustenreflex kann nicht ausgelöst werden. Es ist wahrscheinlich, dass der Hirntod bereits eingetreten ist oder kurz bevorsteht – der Zustand von Maria Dahl lässt sich aktuell jedoch durch die Einwirkung von Narkosemitteln und anderen Medikamenten nicht zweifelsfrei einschätzen. Sie beschließen, nach Abklingen der Medikamente die Hirntoddiagnostik einzuleiten. BIÖG / Birgitta Petershagen Drei Ärzte stehen im Flur eines Krankenhauses und beraten sich. 11. August, morgens: Finale Diagnose Um den Hirntod sicher nachzuweisen, leiten die Fachärztinnen und -ärzte ein mehrstufiges Diagnostikverfahren gemäß der Richtlinie der Bundesärztekammer ein. Die Diagnostik muss demnach von zwei Fachärztinnen oder -ärzten unabhängig voneinander durchgeführt werden. Nur wenn beide Ärzte den Hirntod festestellen, ist er als Diagnose bestätigt. Erst dann gilt der Hirntod als sicher nachgewiesen. Die Hirntoddiagnostik bei Maria Dahl bestätigt den Verdacht und stellt die finale Diagnose: Hirntod . Mit dem unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen ist ihr Tod nach neurologischen Kriterien sicher festgestellt . Wann ist ein Mensch tot? Erfahren Sie hier mehr zu Todesvorstellungen. Lesen Sie hier die ausführliche Geschichte von Maria Dahl: Broschüre "Was ist der Hirntod? Fallbeispiel - Informationen - Erklärungen zum Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod)".

Lungentransplantation

Die Lungentransplantation Lesedauer: 3 Minuten Inhalt Lungentransplantation - Zahlen und Fakten Gründe für eine Lungentransplantation Aufgaben der Lunge Die Lungentransplantation ist eine lebensrettende Therapie für Menschen mit endgültigem Lungenversagen. Wenn die Lunge ihre Funktion nicht mehr erfüllen kann und alle anderen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, kann die Transplantation einer Spenderlunge die einzige Hoffnung sein. Je nach Ausmaß der Schädigung wird entweder ein oder beide Lungenflügel transplantiert. Kurz gefasst Die Lunge ist für die Atmung und damit für den Gasaustausch im Körper zuständig. Wenn sie dauerhaft versagt und keine andere Behandlung mehr hilft, kann die Transplantation einer Spenderlunge notwendig werden. Eine Lungentransplantation kann einseitig (mit Erhalt eines Lungenflügels) oder doppelseitig (mit beiden neuen Lungenflügeln) durchgeführt werden. Die häufigsten Ursachen für Lungenversagen sind COPD, Lungenfibrose, Mukoviszidose und Lungenödem. In seltenen Fällen können Herz und Lunge gemeinsam transplantiert werden, wenn beide Organe schwer geschädigt sind. Lungentransplantation - Zahlen und Fakten Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 311 Lungentransplantationen durchgeführt, Ende des Jahres standen noch 314 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste. Im Laufe des Jahres 2024 kamen 371 neue Personen dazu. Die Lebendorganspende eines Teils der Lunge ist medizinisch möglich, wird jedoch in Deutschland selten durchgeführt. Herz und Lunge arbeiten sehr eng zusammen. Ist eines der beiden Organe schwer geschädigt, kann es nötig sein , beide Organe gemeinsam zu transplantieren . So kann etwa ein Herzfehler zu Bluthochdruck in der Lunge führen und diese schädigen, während umgekehrt Lungenerkrankungen ein Herzversagen hervorrufen können. Mehr zur Lebendorganspende. Einseitige und doppelseitige Lungentransplantation Eine Lungentransplantation kann einseitig (unilateral) oder doppelseitig (bilateral) durchgeführt werden: Bei der einseitigen Lungentransplantation erhält die Organempfängerin oder der -empfänger einen Lungenflügel aus einer Organspende. Bei der doppelseitigen Lungentransplantation werden beide Lungenflügel übertragen. Beide Formen finden etwa gleich häufig statt. 311 Lungen wurden 2024 in Deutschland transplantiert 371 Patientinnen und Patienten warten auf eine Lungentransplantation Gründe für eine Lungentransplantation Da in der Regel weniger Spenderorgane zur Verfügung stehen, als gebraucht werden, müssen Menschen, die eine Spenderlunge benötigen, auf eine Warteliste gesetzt werden. Die Aufnahme erfolgt, wenn ein endgültiges Lungenversagen vorliegt und nur noch eine Transplantation das Leben erhalten kann. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft altersabhängig. Die häufigsten Ursachen für ein Lungenversagen sind: Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenfibrose (Vernarbung des Lungengewebes), Mukoviszidose (angeborene Stoffwechselerkrankung), Wasseransammlung (Ödem) in der Lunge. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) COPD (= chronic obstructive pulmonary disease) entsteht durch entzündete und dauerhaft verengte Bronchien . Der Luftstrom der Atmung wird dadurch behindert, was zu Husten, Atemnot und Auswurf führt. Mit der Zeit fällt es Betroffenen immer schwerer, gegen den Widerstand der verengten Bronchien auszuatmen. Die Lungen werden überbläht und große Lungenblasen (Emphyseme) entstehen. In der Folge kann die Lunge immer weniger Sauerstoff aufnehmen. Lungenfibrose Bei einer Lungenfibrose („Narbenlunge“) kommt es zu einer Vernarbung des Lungengewebes . Die Ursachen dafür lassen sich häufig nicht eindeutig feststellen. In manchen Fällen führen beispielsweise giftiger Staub oder Lungenentzündungen zu einer Fibrose. Mukoviszidose Die Mukoviszidose (auch zystische Fibrose) ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung , bei der Körperdrüsen zähen Schleim anstelle von dünnflüssigen Sekreten bilden . Auch die Lunge kann davon betroffen sein: Der Schleim in den Bronchien kann nur schwer abtransportiert werden, was häufige Entzündungen und Infektionen begünstigt. Auch hier kommt es zu einer Überblähung der Lungen und damit zur Entstehung von Lungenblasen (Emphysemen). Caiaimage / Sam Edwards / Getty Images Aufgaben der Lunge Die Lunge besteht aus zwei Lungenflügeln, die in insgesamt fünf Lungenlappen aufgeteilt sind. Die beiden Lungenflügel sind von feinen Verästelungen durchzogen. Die Hauptaufgabe der Lunge ist die Atmung und somit der Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid : Mit der Einatmung wird der Sauerstoff aus der Luft über die Luftröhre und die Bronchien in die Lungen transportiert und gelangt von dort ins Blut. Gleichzeitig wird Kohlenstoffdioxid aus dem Blut aufgenommen und über die Ausatmung ausgeschieden.

Die Repräsentativbefragung

Die Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zur Organ- und Gewebespende Inhalt BIÖG-Repräsentativbefragung 2016 BIÖG-Repräsentativbefragung 2010 Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit befragt die Menschen in Deutschland regelmäßig nach ihrem Wissen und ihrer Einstellung zur Organ- und Gewebespende. Hier finden Sie die ausführlichen Forschungsberichte und kompakte Infoblätter zu der Repräsentativbefragung „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende“. BIÖG-Repräsentativbefragung 2024 Zentrales Ergebnis der Befragung 2024 ist, dass immer mehr Menschen ihre persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende getroffen haben: 62 Prozent aller Befragten haben eine Entscheidung getroffen. Dabei haben 45 Prozent ihren Entschluss in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder in beidem dokumentiert. 16 Prozent der Befragten haben zwar eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich fixiert. 35 Prozent haben bisher keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen. Generell ist ein Großteil der Befragten, 85 Prozent , dem Thema Organ- und Gewebespende positiv eingestellt . BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2024 (PDF barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2024 (PDF barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2022 Zentrales Ergebnis der Befragung 2022 ist, dass immer mehr Menschen ihre persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ-und Gewebespende getroffen haben: 61 Prozent aller Befragten haben eine Entscheidung getroffen . Dabei haben 44 Prozent ihren Entschluss in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder in beidem dokumentiert. 17 Prozent der Befragten haben zwar eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich fixiert. 36 Prozent haben bisher keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen. Generell ist ein Großteil der Befragten, 84 Prozent , dem Thema Organ- und Gewebespende positiv eingestellt . BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2022 (PDF barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2022 (PDF barrierefrei) Hier kommen Sie zu einer Übersicht der Studienergebnisse BIÖG-Repräsentativbefragung 2020 Zentrales Ergebnis der Befragung 2020 ist, dass immer mehr Menschen ihre persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende getroffen haben: 62 Prozent aller Befragten haben eine Entscheidung getroffen . Dabei haben 44 Prozent ihren Entschluss in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder in beidem dokumentiert. 18 Prozent der Befragten haben zwar eine Entscheidung getroffen, diese aber nicht schriftlich fixiert. 37 Prozent haben bisher keine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende getroffen. Generell ist ein Großteil der Befragten, 82 Prozent , dem Thema Organ- und Gewebespende positiv eingestellt . Im Januar 2020 hat der Deutsche Bundestag über ein neues Gesetz zur Organ- und Gewebespende abgestimmt. Der Hälfte der Befragten der Studie ist das bekannt. 35 Prozent der Befragten ist ebenfalls bekannt, dass dieses Gesetz für 2022 die Erstellung eines Registers zur Speicherung der Entscheidung für oder gegen eine Organspende vorsieht. BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2020 (PDF barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2020 (PDF barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2018 Der Großteil der Befragten ist generell positiv zum Thema Organ- und Gewebespende eingestellt. 84 Prozent der Befragten stehen in der aktuellen Untersuchung einer Organ- und Gewebespende eher positiv gegenüber, 2012 waren es 78 Prozent. BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2018 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2018 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2016 Die Ergebnisse der aktuellen Befragung zeigen, dass 81 Prozent der Deutschen einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber eingestellt sind. 32 Prozent der Befragten haben zudem einen Organspendeausweis ausgefüllt. BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2016 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2016 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2014 Die aktuelle Befragung zeigt eine weitgehende Akzeptanz und eine noch höhere Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende als in den vergangenen Jahren. Seit 2012 steigt in Deutschland ebenfalls die Zahl der Personen, die einen Organspendeausweis ausgefüllt haben: von 22 Prozent im Jahr 2012 bis 35 Prozent der Befragten im Jahr 2014. BIÖG-Repräsentativbefragung Bericht 2014 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung Infoblatt 2014 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2013 Die Repräsentativerhebung des BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit zu Wissen, Einstellung und Verhalten zur Organspende 2013 befasst sich auch mit den Fragen, inwieweit Organ- und Gewebespende ein Thema im Familien- und Freundeskreis ist, ob den nächsten Angehörigen eine persönliche Entscheidung mitgeteilt wird und wie groß der Informationsbedarf in der Bevölkerung ist. BIÖG-Repräsentativbefragung Zusammenfassung 2013 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2012 Die Ergebnisse der aktuellen Repräsentativbefragung 2012 des BIÖG machen deutlich, dass ein Großteil der Bevölkerung nur mäßig oder sogar schlecht über Organ- und Gewebespende informiert ist und dass ein hoher Informationsbedarf seitens der Bevölkerung besteht. Informationsdefizite und unbegründete Ängste liegen oftmals einer Ablehnung der Organ- und Gewebespende zu Grunde. BIÖG-Repräsentativbefragung Zusammenfassung 2012 (PDF nicht barrierefrei) BIÖG-Repräsentativbefragung 2010 Zum Start der Kampagne "ORGANPATEN werden" stellt das BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit die Ergebnisse einer neuen Repräsentativerhebung zu Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organspende vor. Die Befragung zeigt, dass die Spendebereitschaft zugenommen hat. Stimmten vor zwei Jahren 67 Prozent der Befragten zwischen 14 und 75 Jahren einer Organ- und Gewebespende nach ihrem Tod zu, so stieg ihr Anteil im Jahr 2010 auf 74 Prozent. Auch der Besitz des Organspendeausweises ist in den letzten zwei Jahren von 17 auf 25 Prozent deutlich gestiegen. BIÖG-Repräsentativbefragung Zusammenfassung 2010 (PDF nicht barrierefrei) Weiterführende Informationen Weitere Studien des Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) Das Angebot umfasst sowohl aktuelle Studien als auch Studien aus den 1990er-Jahren.

Nierentransplantation

Die Nierentransplantation Lesedauer: 2 Minuten Inhalt Nierentransplantation - Zahlen und Fakten Wann wird eine Nierentransplantation notwendig? Aufgaben der Niere Wenn die Nieren ihre Filterfunktion verlieren, etwa durch Bluthochdruck oder Diabetes, kann eine Transplantation die Dialyse ersetzen und die Lebensqualität erheblich verbessern. Mit über 2.000 Nierentransplantationen pro Jahr und kontinuierlich verbesserten Erfolgsquoten ist sie eine bewährte und hoffnungsvolle Therapieoption für Menschen mit Nierenversagen. Kurz gefasst Die Niere ist das am häufigsten für eine Transplantation benötigte Organ. Funktionieren die Nieren nicht richtig, hat das schwerwiegende Auswirkungen auf den gesamten Körper. Bluthochdruck oder Diabetes mellitus sind die häufigsten Ursachen für eine Nierenschädigung. In schweren Fällen muss die Funktion der Nieren durch Blutwäsche (Dialyse) oder die Transplantation einer Spenderniere ersetzt werden. Nierentransplantation - Zahlen und Fakten Die Nierentransplantation ist die am häufigsten durchgeführte Organtransplantation in Deutschland. Im Jahr 2024 wurden 2.075 Nieren aus Deutschland sowie aus dem Eurotransplant-Verbund transplantiert, davon 632 im Rahmen einer Lebendorganspende. Zum Jahresende standen 6.397 Menschen auf der Warteliste für eine Nierentransplantation – 2.665 neue Fälle kamen im Laufe des Jahres dazu. Dank großer Fortschritte in Medizin und Forschung haben sich die Erfolgsaussichten einer Nierentransplantation stetig verbessert. Heute funktionieren nach einem Jahr noch etwa 89 Prozent der transplantierten Nieren, nach fünf Jahren arbeiten noch rund 75. Diese Ergebnisse stammen aus einer europaweiten Studie (1990–2023). "Das Warten hat sich gelohnt," sagt Manja Elle über ihre Nierentransplantation. 2.075 Nieren wurden 2024 in Deutschland transplantiert 6.397 Patientinnen und Patienten warten auf eine Nierentransplantation Wann wird eine Nierentransplantation notwendig? Ein akutes Nierenversagen entsteht innerhalb weniger Tage bis Wochen (etwa durch starke Flüssigkeitsverluste, Vorerkrankungen oder Reaktionen auf Medikamente) und heilt oft vollständig aus . Dauerhafte Nierenschädigungen (chronische Niereninsuffizienz) hingegen entwickeln sich langsam und oft unbemerkt über Jahre hinweg. Versagen die Nieren dauerhaft, kann ihre Funktion nur durch Dialyse ersetzt werden, und schließlich eine Transplantation . Voraussetzung für diese sind ein endgültiges Nierenversagen oder eine (absehbare) Dialysepflicht. Die häufigsten Ursachen für eine Nierentransplantation sind: Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") Langjähriger Bluthochdruck Bei erkrankten Kindern: Gendefekte Seltener sind entzündliche Nierenerkrankungen, etwa durch eine Fehlfunktion des Immunsystems oder die langjährige Einnahme von Schmerzmitteln. Erfahren Sie mehr zu der Vergabe von Spenderorganen. Manja Elle wartete über 10 Jahre auf eine Spenderniere. BIÖG / Jannis Reichard Manja Elle wartete über 10 Jahre auf eine Spenderniere. Schon gewusst? Man kann mit nur einer Niere gut leben. Eine gesunde Niere reicht aus, um Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern und den Körper im Gleichgewicht zu halten. Darum ist auch die Lebendorganspende einer Niere möglich: die verbleibende Niere übernimmt die Aufgaben beider Organe fast vollständig. Aufgaben der Niere Die Niere ist ein paariges Organ unterhalb des Zwerchfells und auf beiden Seiten der Wirbelsäule. Sie wiegt bei Erwachsenen circa 120 bis 300 Gramm und wird pro Minute von über einem Liter Blut durchströmt, was Grundlage für ihre lebenswichtigen Funktionen ist: Filterfunktion: Entfernt Abfallstoffe und körperfremde Substanzen (z. B. Medikamente) aus dem Blut. Regulation: Steuert den Wasser- und Elektrolythaushalt des Körpers. Hormonbildung: Produziert Hormone wie Renin, Erythropoetin und Calcitriol, die Blutdruck, Blutbildung und Knochenstoffwechsel beeinflussen.

Entscheiden: Ja oder Nein

Ja oder Nein zur Organspende? Ihre Entscheidung zählt! Lesedauer: 2 Minuten Inhalt Ja oder Nein? Bestimmen Sie selbst! Was passiert, wenn ich meine Entscheidung nicht dokumentiere? Ihre Entscheidung ist rechtlich verbindlich Es gibt keinen Grund, keine Entscheidung zu treffen Ob Sie eine Organ- oder Gewebespende befürworten oder ablehnen: Entscheidend ist, dass Ihr Wunsch festgehalten wird. Viele Menschen setzen sich erst spät mit diesem Thema auseinander, obwohl eine klar dokumentierte Entscheidung Sicherheit schafft, für Sie selbst und für Ihre Angehörigen. Ein Organspendeausweis oder ein Eintrag im Organspende Register hilft dabei, den eigenen Willen verständlich und verbindlich zu machen. Kurz gefasst Haben Sie Ihre Entscheidung zur Organspende schon getroffen? Sie haben mehrere Möglichkeiten, sich zu entscheiden. Die Entscheidung kann auf einem Organspendeausweis, im Organspende-Register oder in einer Patientenverfügung festgehalten werden. So schaffen Sie Klarheit für sich und Ihre Angehörigen. Falls Sie Ihre Entscheidung ändern sollten, können Sie jederzeit einen neuen Organspendeausweis ausfüllen oder Ihren Eintrag im Register ändern. Hero Images / Getty Images Ja oder Nein? Bestimmen Sie selbst! Bereits ab dem vollendeten 16. Lebensjahr dürfen Sie Ihre Entscheidung zur Organ- und Gewebespende rechtlich bindend dokumentieren; ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dürfen Sie widersprechen. Sie können auch nur bestimmte Organe und Gewebe zur Spende freigeben, einzelne ausschließen oder eine vertraute Person für eine Entscheidung festlegen. Egal, wie Sie sich entscheiden: Schaffen Sie Klarheit und dokumentieren Sie Ihre Entscheidung - zum Beispiel auf einem Organspendeausweis . So stellen Sie sicher, dass Ihr Wunsch bekannt ist und berücksichtigt wird. Hier finden Sie die Altersbeschränkungen des Organspende-Registers. Was passiert, wenn ich meine Entscheidung nicht dokumentiere? Sollte im Fall der Fälle Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende nicht bekannt sein, werden Ihre Angehörigen nach Ihrem mutmaßlichen Willen gefragt. In einer sowieso schon sehr schwierigen Situation, kann das eine zusätzliche Belastung für die Angehörigen bedeuten. Deshalb ist es wichtig, mit den Angehörigen über die eigene Spendebereitschaft zu sprechen und diese zu dokumentieren. Der Organspendeausweis und das Register schaffen Klarheit – auch für Ihre Angehörigen. So füllen Sie einen Organspendeausweis aus. Ihre Entscheidung ist rechtlich verbindlich In Deutschland gilt die Entscheidungslösung: Eine Organ- oder Gewebespende darf nur erfolgen, wenn eine ausdrückliche Zustimmung zur Spende vorliegt. Entnommen werden ausschließlich Organe und Gewebe, die zur Spende freigegeben worden sind. Liegt keine Zustimmung vor oder wurde einer Spende widersprochen, ist keine Entnahme zulässig . Sehr einfach können Sie Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende in einem Organspendeausweis oder im Organspende-Register dokumentieren. Ebenso haben Sie die Möglichkeit, Ihre Entscheidung in einer Patientenverfügung oder auf jedem anderen Schriftstück festzuhalten. Wichtig ist, dass Ihr Wille eindeutig formuliert und von Ihnen unterschrieben ist. So sind Ihre Angaben rechtlich bindend. So dokumentieren Sie Ihre Entscheidung in einer Patientenverfügung. Es gibt keinen Grund, keine Entscheidung zu treffen Haben Sie Ihre Entscheidung zur Organspende geändert ? Dann genügt es, den Organspendeausweis zu vernichten und einen neuen auszufüllen. Ihre im Organspende-Register eingetragene Entscheidung können Sie ebenfalls jederzeit ändern oder löschen. Das Gleiche gilt für die Patientenverfügung. Es gibt also keinen Grund, keine Entscheidung zu treffen. Organspendeausweis & Register Organspende-Register Lesen Sie hier wie das Organspende-Register funktioniert. Unser Erklärfilm hilft Ihnen dabei Ihre persönliche Entscheidung in das Register einzutragen. Organspendeausweis & Register Organspendeausweis Download und Bestellen Füllen Sie Ihren Organspendeausweis hier online aus. Sie können den Organspendeausweis auch bei uns kostenfrei bestellen. Organspendeausweis & Register PeopleImages / Getty Images Patientenverfügung Hier finden Sie mehr Informationen zur Dokumentation Ihrer Entscheidung in der Patientenverfügung.

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