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Ein Praktikum fürs Leben

Ein Praktikum fürs Leben Manchmal hilft ein Blick von außen, um ein Thema neu zu sehen. In unserer neuen Social-Media-Kampagne begleiten wir „Praktikant Gio“: Stellvertretend für viele Menschen stellt er Fragen, spricht Unsicherheiten aus und entdeckt neugierig, was die Entscheidung zur Organspende eigentlich bedeutet. Ohne Vorwissen, ohne Expertensprache – dafür mit ehrlichen Reaktionen, Humor und Momenten, die zum Nachdenken einladen. Ein Alltag zwischen WLAN, Kaffee – und großen Fragen Die Idee ist einfach: Wir starten dort, wo viele Gespräche beginnen – im Alltag. In kurzen Straßenumfragen lassen wir Passantinnen und Passanten scheinbar ganz gewöhnliche Dinge auf einer Skala einordnen: Schlaf, Kaffee, Lieblingssnacks, Musik. Und dann kommt plötzlich ein Begriff dazu, der überraschend viel mit dem eigenen Leben zu tun hat: ein Organspendeausweis, gesundheitliche Selbstbestimmung, die Frage nach einer Entscheidung im Ernstfall. Unsere Praktikantenfigur beobachtet diese Momente, kommentiert sie, denkt laut – und merkt selbst, wie schnell aus einer leichten Frage ein wichtiges Thema werden kann. Die Videos sind nahbar , humorvoll , ein bisschen schräg , aber immer respektvoll . Warum wir diese Geschichte erzählen Viele Menschen möchten sich mit Organspende beschäftigen – wissen aber nicht genau, wo sie anfangen sollen. Die Videos zeigen, dass diese Gedanken ganz normal sind. Man darf stolpern, lachen, unsicher sein. Und man darf sich Zeit nehmen. Genau darin liegt der Kern der Reihe: Sie lädt dazu ein, die eigene Haltung zu entdecken . Nicht, weil man muss – sondern weil es gut tut, zu wissen, was man möchte. Ob man sich für oder gegen eine Organspende entscheidet, ist dabei komplett offen. Wichtig ist nur, die Entscheidung festzuhalten: im Organspendeausweis, im Organspende-Register oder in einer Patientenverfügung. Mehr über die Entscheidungsfindung erfahren Das Praktikum fürs Leben: Erkenntnisse für alle Wenn Sie einmal sehen möchten, wie andere über das Thema nachdenken, wie überraschend die Reaktionen in den Blind Rankings sind und wie unsere Praktikantenfigur Schritt für Schritt dazulernt , finden Sie alle Videos auf Instagram. Vielleicht entsteht dabei auch für Sie ein Moment, der hängen bleibt. Hier geht es zu „Ein Praktikum fürs Leben“ auf unserem Instagram-Kanal

Kontakt

Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns eine Nachricht über das Kontaktformular. Für ein persönliches Gespräch finden Sie die Telefonnummer des Infotelefon Organspende unterhalb des Formulars. Sie möchten Broschüren, den Organspendeausweis oder andere Materialien bestellen? Bitte nutzen Sie unseren Shop. Bestellen Sie Materialien in der Mediathek. Wir freuen uns über den Austausch mit Ihnen. Pflichtangaben sind mit einem * gekennzeichnet. Vorname * Name * E-Mail-Adresse * Nachricht * Bei Bestellungen bitte die Adressdaten angeben. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert. Zur Datenschutzerklärung * Wenn Sie eine Anfrage über das Kontaktformular oder per E-Mail an das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) richten, werden Ihre Daten ausschließlich für die Korrespondenz mit Ihnen verwendet. Die Korrespondenz wird dabei teilweise über den Dienstleister House of YAS GmbH abgewickelt, der von uns mit der redaktionellen Betreuung dieser Internetseite beauftragt ist. Der Dienstleister ist an die datenschutzrechtlichen Bestimmungen gebunden und wird Ihre Daten nicht unzulässig verwenden oder weitergeben. Nachricht absenden Ihre Nachricht an das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ( BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ) Maarweg 149-161 50825 Köln Das persönliche Gespräch: Infotelefon Organspende Möchten Sie Ihre Fragen rund um die Themen Organ- und Gewebespende in einem persönlichen Gespräch am Telefon besprechen? Das Team vom Infotelefon Organspende ist von montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter der Nummer 0800 - 90 40 400 für Sie da (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz). Das Infotelefon Organspende wird von dem Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit ( BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ) getragen.

Transplantierbare Organe

Transplantierbare Organe in Deutschland Die Gründe, warum eine Organtransplantation notwendig werden kann, sind vielfältig. Organe können auf unterschiedliche Weise geschädigt sein, etwa durch: Erblich bedingte Erkrankungen, Stoffwechselstörungen, Infektionen oder Unfälle. In einigen Fällen bietet eine Transplantation schwer erkrankten Menschen die einzige Chance auf Heilung oder Lebensverlängerung. Welche Organe übertragen werden können, ist in Deutschland streng geregelt : Herz, Lunge, Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse oder Darm. Klicken Sie auf die Organe, um mehr über die jeweilige Transplantation zu erfahren: Nierentransplantation Lebertransplantation Herztransplantation Lungentransplantation Bauchspeicheldrüsen­transplantation Darmtransplantation

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen der Organ- und Gewebespende Inhalt Gesetzliche Regelungen zur Organspende in Deutschland und Europa Kontrolle und Transparenz durch das Transplantationsgesetz Gesetzesänderung 2022: Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende Gesetze und Richtlinien zur Organ- und Gewebespende Die Organ- und Gewebespende ist ein sensibles Thema, das klare rechtliche Rahmenbedingungen erfordert. In Deutschland regeln Gesetze und Richtlinien genau, wer spenden darf, wie Spenden ablaufen und wie Transparenz und Kontrolle sichergestellt werden. Diese gesetzlichen Vorgaben schützen alle Beteiligten gleichermaßen und schaffen Vertrauen in das System der Organtransplantation. Kurz gefasst Das Transplantationsgesetz (TPG) bildet die rechtliche Grundlage für die Organ- und Gewebespende in Deutschland und sorgt für einheitliche, transparente Abläufe. Alle Schritte – von der Organentnahme bis zur Transplantation – sind gesetzlich geregelt und unterliegen einer strengen Kontrolle unabhängiger Institutionen. Die Entscheidung zur Organspende ist freiwillig. In anderen europäischen Ländern gelten verschiedene rechtliche Modelle, die die Spendenbereitschaft und den Umgang mit Organspenden beeinflussen. Gesetzliche Regelungen zur Organspende in Deutschland und Europa In Deutschland gilt die Entscheidungslösung für die Organ- oder Gewebespende: Eine Entnahme von Organen nach dem Tod darf nur erfolgen, wenn die verstorbene Person dem zu Lebzeiten zugestimmt hat oder Angehörige stellvertretend einwilligen. In anderen europäischen Ländern gelten unterschiedliche Modelle: Die Zustimmungslösung verlangt eine ausdrückliche Einwilligung zur Organspende, die Widerspruchslösung erlaubt eine Entnahme grundsätzlich, solange kein Widerspruch vorliegt. Monet / Adobe Stock Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende Kontrolle und Transparenz durch das Transplantationsgesetz Das Transplantationsgesetz (TPG) legt fest, wie der gesamte Prozess der Organ- und Gewebespende überwacht und nachvollziehbar gestaltet wird. Dazu zählen unter anderem: Regelmäßige und unabhängige Kontrollen von Transplantationszentren Eine Vertrauensstelle sowie Transplantationsbeauftragte in Kliniken Ein striktes Verbot des Organhandels Eine gesetzlich geregelte Kostenstruktur für mehr Transparenz Mit dem Transplantationsregister , das medizinische Daten sammelt und Forschung unterstützt, sorgt das Gesetz zusätzlich für Qualitätssicherung und Nachvollziehbarkeit. Halfpoint / Getty Images Entscheidungslösung Die Entscheidungslösung in Deutschland und gesetzliche Regelungen in anderen europäischen Ländern Gesetzesänderung 2022: Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende Am 1. März 2022 trat eine Gesetzesänderung des Transplantationsgesetzes in Kraft: Mit dem Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende wurde festgelegt, dass Bürgerinnen und Bürger regelmäßiger und umfassender über das Thema informiert werden – etwa durch Hausärztinnen und Hausärzte oder das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ( BIÖG Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ). Ein zentraler Bestandteil der Gesetzesänderung ist außerdem das Organspende-Register , das im März 2024 online ging. Dort können Menschen ihre Entscheidung für oder gegen eine Organ- oder Gewebespende digital dokumentieren, ändern oder widerrufen. Utamaru Kido / Getty Images Kontrolle und Transparenz Das Transplantationsgesetz schafft Kontrolle und Transparenz Gesetze und Richtlinien zur Organ- und Gewebespende Neben dem Transplantationsgesetz (TPG) sichern in Deutschland weitere Gesetze und Richtlinien die Transparenz, Sicherheit und Qualität der Organ- und Gewebespende. Gemeinsam bilden sie ein rechtlich und medizinisch sicheres Fundament für die Organ- und Gewebespende. Das Transplantationsgesetz (TPG) regelt den gesamten Ablauf von Spende bis Transplantation. Das Gewebegesetz sorgt für Sicherheit bei Verarbeitung und Qualität von Geweben. Richtlinien der Bundesärztekammer und die EG-Geweberichtlinie setzen die Gesetze um. Suwannar Kawila / EyeEm / Getty Images Gesetze und Richtlinien Gesetze und Richtlinien regeln die Organ- und Gewebespende

Wissen kompakt: Lebendorganspende

„Wissen kompakt: Lebendorganspende“ Das Unterrichtsmaterial für die Sekundarstufe II Das Unterrichtsmaterial „Wissen kompakt: Lebendorganspende." bietet Anregungen zur Aufbereitung des Themas Lebendorganspende aus biologischer und ethischer Perspektive im Unterricht. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu informieren und zu befähigen, sich eine eigene Meinung zur Lebendorganspende zu bilden. Im Heft werden neben Fakten auch Fragen und Bedenken sowie Risiken der Lebendorganspende aufgegriffen und Lösungswege bzw. Diskussionsansätze zur Beantwortung dieser Fragen aufgezeigt. Als Begleitmaterial stehen eine methodisch-didaktische Handreichung zu den Aufgaben aus dem Unterrichtsheft ausschließlich als PDF-Datei zur Verfügung. Wissen kompakt: Lebendorganspende­ Das Unterrichtsheft Das Unterrichtsheft „Wissen kompakt: Lebendorganspende" richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II. Dieses Unterrichtsmodul ergänzt das Unterrichtsheft „Wissen kompakt: Organspende“ um das vielschichtige und spannende Thema Lebendorganspende. In diesem Unterrichtsmodul erfahren Schülerinnen und Schüler, welche Voraussetzungen es gibt, wie eine Lebendorganspende abläuft und welche ethischen Fragen damit im Zusammenhang stehen. Wissen kompakt: Lebendorganspende. Das Unterrichtsheft (PDF barrierefrei) Junge Menschen werden so befähigt sich eine eigene, fundierte Meinung zum Thema Lebendorganspende zu bilden und bekommen wichtiges Wissen vermittelt. Hier können Sie unser Unterrichtsheft auch bestellen. Wissen kompakt: Lebendorganspende Handreichung zum Unterrichtsheft Für Lehrerinnen und Lehrer wird das Unterrichtsheft "Wissen kompakt: Lebendorganspende" ergänzt durch die Handreichung für Lehrkräfte . Diese Handreichung enthält weiterführende Sachinformationen sowie didaktischen Anregungen zur Aufbereitung des Themas im Schulunterricht. Wissen kompakt: Lebendorganspende. Handreichungen (PDF barrierefrei) Lehrerinnen und Lehrer finden in der Handreichung ebenfalls Lösungen zu den im Schulheft gestellten Aufgaben. Podcast: Sag mal...: Über Organspende reden Transkripte Die Podcastreihe „Sag mal...: Über Organspende reden“ ist Bestandteil des Unterrichtshefts. In unseren Transkripten ist der Inhalt der Podcast-Episoden in schriftlicher Form dargestellt. Im Podcast wie in den Transkripten mit dabei sind: Viktoriia, die schon früh in ihrem Leben eine Organspende erhalten hat, und Lukas, der zum zweiten Mal auf ein Organ warten muss. Sag Mal: Episode 2 Transkript (PDF barrierefrei). Sag Mal: Episode 3 Transkript (PDF barrierefrei). Sag Mal: Episode 4 Transkript (PDF barrierefrei). Begleitet werden sie von der Moderatorin Elena Bavandpoori. Der Podcast ist im Rahmen einer Kooperation mit dem Jugendkulturhaus „Cultra“ des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) entstanden. Sag Mal: Episode 5 Transkript (PDF barrierefrei). Sag Mal: Episode 7 Transkript (PDF barrierefrei). Sag Mal: Episode 8 Transkript (PDF barrierefrei). Nutzungsbedingungen Beim Download der hier angebotenen Dateien gelten die folgenden eingeschränkten, nicht exklusiven Nutzungsrechte: Sie dürfen die Download-Dateien im Rahmen von Veranstaltungen zu gesundheitlichen Aufklärungsmaßnahmen und im Schulunterricht sowie Lehrveranstaltungen nutzen. Dies beinhaltet auch das Recht zur Vervielfältigung zur Weitergabe an die Teilnehmenden der Veranstaltungen sowie Schülerinnen und Schüler. Eine anderweitige Nutzung ist ausgeschlossen. Das Werk darf ausschließlich zu nicht-kommerziellen und nicht-gewerblichen Zwecken genutzt werden. Das eingeräumte Nutzungsrecht beinhaltet nicht das Recht zu sonstigen Weitergabe an Dritte. Insbesondere ist es nicht gestattet, die Dateien in fremden Internetangeboten oder im Intranet zum Download anzubieten, weder kostenlos noch kostenpflichtig. Die BZgA muss als Quelle benannt werden. Das Urheberrecht sowie sämtliche weitergehenden Nutzungsrechte verbleiben bei der BZgA. Weiterführende Informationen Jugendkulturhaus CULTRA des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Hier finden Sie mehr Informationen zum Jugendkulturhaus CULTRA des ASB

Dünndarmtransplantation

Die Darm­transplantation Lesedauer: 2 Minuten Inhalt Darmtransplantation - Zahlen und Fakten Gründe für eine Darmtransplantation Aufgaben des Darms Die Darmtransplantation ist eine seltene, aber lebensrettende Maßnahme für Menschen mit starker Dünndarmverkürzung. Wenn der Dünndarm durch Erkrankungen oder Operationen so stark geschädigt ist, dass der Körper nicht mehr ausreichend Nährstoffe aufnehmen kann, ist eine Transplantation oft die einzige Heilungsmöglichkeit. Da der Darm besonders viele Immunzellen enthält, treten bei dieser Transplantation häufiger Abstoßungsreaktionen auf, die Erfolgschancen steigen jedoch durch moderne Medikamente stetig. Kurz gefasst Der Dünndarm bildet den längsten Teil des Verdauungstrakts. Der häufigste Grund für eine Dünndarmtransplantation ist das sogenannte Kurzdarmsyndrom. Als Folge dieses Syndroms oder anderen Erkrankungen kann der Dünndarm stark verkürzt sein. In solchen Fällen ist die Transplantation eines gespendeten Dünndarms die einzige heilende Therapie. Darmtransplantation - Zahlen und Fakten Darmtransplantationen sind im Vergleich zu anderen Organverpflanzungen sehr selten . Im Jahr 2024 wurden in Deutschland zwei Darmtransplantationen durchgeführt. Bei Darmtransplantation treten besonders häufig Abstoßungsreaktionen gegen das gespendete Organ auf, da es im Darm besonders viele Zellen des Immunsystems (das körpereigene Abwehrsystem) gibt. Dank medizinischer Fortschritte und dem Einsatz von Immunsuppressiva (Medikamente, die die Abstoßungsreaktionen des Körpers verhindern), verbessern sich die Erfolgsaussichten einer Dünndarmtransplantation jedoch stetig. Mehr zu Erfolgsaussichten und Abstoßungsreaktionen. Gründe für eine Darmtransplantation Kurzdarmerkrankungen (Kurzdarmsyndrom) sind die häufigsten Gründe für eine Transplantation des Dünndarms. Kurzdarmerkrankungen Bei Kurzdarmerkrankungen ist der Dünndarm stark verkürzt und der Körper bekommt nicht genug Nährstoffe, Vitamine und Flüssigkeit. Ursachen können beispielsweise die Entfernung von Teilen des Dünndarms durch Operationen bei entzündlichen Darmerkrankungen (wie zum Beispiel Morbus Crohn ) sein oder das Absterben von Teilen des Dünndarms bei Durchblutungsstörungen . In solchen Fällen ist die Transplantation eines gespendeten Darms oft die einzige verbleibende Therapie. In der Regel werden mehr Spenderorgane benötigt, als gespendet werden. Das bedeutet, dass Menschen, die einen Spenderdarm benötigen, auf die Warteliste gesetzt werden müssen. Auf diese werden werden Personen aufgenommen, die lebenslang auf eine künstliche Ernährung durch Dauerinfusion ( parenterale Ernährung ) angewiesen sind, bei welcher die benötigten Nährstoffe direkt dem Blutkreislauf zugeführt werden. Verschiedene Erkrankungen können eine solche künstliche Ernährung erforderlich machen: Das Kurzdarmsyndrom, Funktionelle Störungen des Dünndarms, Tumore, Entzündung des Darms nach einer Strahlenbehandlung (Strahlenenteritis) Nicht selten treten nach einer längeren künstlichen Ernährung lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie Gefäßverschlüsse, Infektionen, Nieren- oder Gallensteine und schwere Leberschäden auf. Häufig sind Personen, die auf eine Darmtransplantation warten, somit auch auf die Transplantation weiterer Organe angewiesen. Mehr zur Vergabe von Spenderorganen. Maskot / Getty Images Aufgaben des Darms Ein gesunder Dünndarm ist vier bis sechs Meter lang – die genaue Dünndarm-Länge variiert je nach Körpergröße. Er grenzt direkt an den Magen und endet am Dickdarm. Der Dünndarm ist Teil des Verdauungsapparates und übernimmt dort zwei wesentliche Aufgaben: Die Verdauung und anschließende Aufnahme von Nährstoffen sowie Wasser mithilfe von Verdauungssäften der Leber und der Bauchspeicheldrüse Die Abwehr von Krankheitserregern durch die zahlreichen Immunzellen des Dünndarms.

Ablauf einer Organspende

Der Ablauf einer Organspende Inhalt Für den Ablauf einer Organspende arbeiten viele Akteure eng zusammen. Headline Headline Bei einer Organspende müssen viele Verantwortliche eng zusammenarbeiten: Angehörige, Intensivmedizinerinnen und -mediziner, Pflegepersonal, Eilkurierinnen und -kuriere sowie Transplantationschirurginnen und -chirurgen. Ein Organ erfolgreich zu vermitteln, ist eine medizinische wie logistische Herausforderung. Damit diese gemeistert werden kann, muss alles genau gesteuert und organisiert werden. Im Folgenden wird dieser Ablauf Schritt für Schritt erklärt. Klärung der Voraussetzungen einer Organspende Organe können nur dann gespendet werden, wenn bestimmte rechtliche und medizinische Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu zählt, dass der unumkehrbare Ausfall der gesamten Hirnfunktionen ( Hirntod ) festgestellt wurde und eine Zustimmung zur Organspende vorliegt. Weitere Details Todesfeststellung Der Hirntod ist definiert als Zustand der unwiederbringlich erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Er kann beispielsweise als Folge einer Hirnblutung, einer schweren Hirnverletzung oder eines Hirntumors eintreten. Klärung der Spendebereitschaft Hat die verstorbene Person zu Lebzeiten keine Erklärung zur Organspende abgegeben, müssen die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person entscheiden. Voraussetzungen Entnahme und Transport der Spenderorgane Die Organentnahme findet mit der gleichen Sorgfalt statt wie eine Operation am lebenden Menschen . Um geeignete Empfängerinnen und Empfänger ermitteln zu können, werden die Spenderorgane medizinisch untersucht, Gewebemerkmale und Blutgruppe erhoben und anschließend unter streng kontrollierten Bedingungen zum Transplantationszentrum transportiert. Weitere Details Medizinische Untersuchung Es wird geklärt, ob sich die Organe zur Transplantation eignen und kein Risiko für die Empfängerin oder den Empfänger darstellen. Organentnahme Es werden nur Organe entnommen, die zur Spende freigegeben worden sind und die medizinisch für eine Transplantation geeignet sind. Organtransport Sobald ein Spenderorgan entnommen wurde, ist es von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Deshalb muss die Zeit zwischen Entnahme und Transplantation möglichst kurz sein. Entnahme und Transport Warteliste und Vermittlung Es werden weniger Organe gespendet als benötigt . Daher werden Patientinnen und Patienten, bei denen aus medizinischen Gründen eine Transplantation erforderlich ist, in Wartelisten aufgenommen. Die Vermittlung erfolgt nach strengen medizinischen und ethischen Kriterien. Weitere Details Wartelistenführung Richtlinien der Bundesärztekammer regeln streng, wer auf die Warteliste gesetzt wird. Ausschlaggebend sind die Erfolgsaussichten einer Transplantation und die Dringlichkeit. Vermittlung des Spenderorgans Für jedes einzelne Spenderorgan wird jeweils eine Rangliste erstellt. Entscheidend für die Reihenfolge ist zum Beispiel, dass Gewebewerkmale zwischen spendender und empfangender Person möglichst übereinstimmen. Transplantation Nur zugelassene Transplantationszentren dürfen Organe übertragen. In Deutschland gibt es etwa 50 solcher Einrichtungen. Warteliste und Vermittlung Erfolgsaussichten einer Organtransplantation Der langfristige Erfolg einer Transplantation hängt von der Funktion des übertragenen Organs und einer sorgfältigen Nachsorge ab. Regelmäßige ärztliche Kontrollen und abgestimmte Medikamente helfen, Abstoßungsreaktionen zu verhindern und die Organfunktion langfristig zu erhalten.

Bauchspeicheldrüsentransplantation

Transplantation der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) Lesedauer: 2 Minuten Inhalt Die Pankreastransplantation - Zahlen und Fakten Gründe für die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse Aufgaben der Bauchspeicheldrüse Eine Pankreastransplantation wird vor allem bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 eingesetzt, bei denen die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann. Die Transplantation einer Spenderbauchspeicheldrüse kann die Insulinproduktion wiederherstellen und damit die Lebensqualität erheblich verbessern. Kurz gefasst Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein Drüsenorgan, das Verdauungsenzyme und Hormone produziert. Hier wird das Hormon Insulin produziert, das den Zuckergehalt im Blut reguliert. Bei bestimmten Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 1 („Zuckerkrankheit“), kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren. In solchen Fällen kann die Pankreastransplantation die Lebensqualität der Patientin oder des Patienten verbessern. In den meisten Fällen werden Pankreas und Niere zusammen transplantiert. Die Pankreastransplantation - Zahlen und Fakten Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 73 Bauchspeicheldrüsen transplantiert . Zum Jahresende standen 296 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste; 100 Menschen wurden 2024 neu aufgenommen. Dank medizinischer Fortschritte haben sich die Erfolgsaussichten der Bauchspeicheldrüsentransplantation stetig verbessert: Ein Jahr nach der Transplantation funktionieren etwa 80 Prozent der Organe , nach fünf Jahren noch rund 68 Prozent . Die Daten stammen aus einer europaweiten Studie (1990–2023). Im Gegensatz zu anderen Organtransplantationen ist die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse in der Regel kein lebensrettender Eingriff . Daher müssen die möglichen Risiken einer Transplantation sorgfältig mit den dem Nutzen abgewogen werden. Bei Menschen, die unter Diabetes leiden, wird häufig die Bauchspeicheldrüse in Kombination mit einer Spenderniere transplantiert. Spätfolgen der Krankheit können so verhindert oder gemindert werden. Die Nierentransplantation ist die häufigste Organtransplantation. 73 Bauchspeicheldrüsen wurden 2024 in Deutschland transplantiert 296 Menschen warten auf eine Bauchspeicheldrüsentransplantation Gründe für die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse Der häufigste Grund für eine Pankreastransplantation ist Diabetes mellitus Typ 1 . Nur selten sind Verletzungen im Bauchraum ein Auslöser. Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunkrankheit und unterschiedet sich von der weiter verbreiteten Altersdiabetes (Diabetes Typ 2). Bei Typ 1 wird die Bauchspeicheldrüse angegriffen und kann kein Insulin mehr produzieren, wodurch der Blutzuckerspiegel gefährlich ansteigt und Betroffene mehrmals täglich Insulin spritzen müssen. Auf Dauer kann die Krankheit Blutgefäße, Nerven und zahlreiche Organe schädigen – vor allem die Niere. Die Transplantation einer gesunden Bauchspeicheldrüse kann die körpereigene Insulinproduktion wieder herstellen und so Folgeschäden vorbeugen. In der Regel werden mehr Spenderorgane benötigt, als gespendet werden. Das bedeutet, dass Menschen, die eine Spenderbauchspeicheldrüse benötigen, auf eine Warteliste gesetzt werden müssen. Auf diese werden in der Regel Personen mit Diabetes Typ 1 augenommen, die bereits auf eine Blutwäsche (Dialyse) angewiesen sind. Nur in Ausnahmefällen erfolgt die Aufnahme aus anderen medizinischen Gründen. Mehr zur Transplantation von Inselzellen. Hinterhaus Productions / Getty Images Aufgaben der Bauchspeicheldrüse Die Bauchspeicheldrüse ist etwa 20 Zentimeter lang und 100 Gramm schwer . Das keilförmige Drüsenorgan befindet sich unterhalb des Magens. Die Bauchspeicheldrüse hat zwei wesentliche Aufgaben: Sie reguliert den Zuckerstoffwechsel im Körper durch die Produktion von Insulin in den Inselzellen. Sie schüttet Enzyme aus, die für die Verdauung von Eiweißen, Fetten und Zucker wichtig sind.

Sag mal...: Über Organspende reden

Podcast: Sag mal...: Über Organspende reden Inhalt Episode 1: Organspende - und ich? Episode 2: Organspende – Meine Entscheidung Episode 3: Mein Leben mit Episode 4: Der Hirntod als Voraussetzung für Organspende Episode 5: Was ist hier gerecht? Episode 6: Gottes Wille? Episode 7: Leben geben – Lebendorganspende In der Podcast-Reihe „Sag mal...: Über Organspende reden“ tauschen sich junge Menschen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis über das Thema Organspende aus. Viktoriia, die schon früh eine Organspende erhalten hat, und Lukas, der zum zweiten Mal auf ein Organ wartet, werden von der Moderatorin Elena Bavandpoori begleitet. Der Podcast ist in Kooperation mit dem Jugendkulturhaus „Cultra“ des ASB als Teil des Unterrichtsmaterials „Wissen kompakt: Organspende“ für die Sekundarstufe II entstanden. Episode 1: Organspende - und ich? Zum Start der Podcast-Reihe stellen sich die jungen Gesprächspartner vor. Sie haben in ihrem Leben ganz unterschiedliche Berührungspunkte mit dem Thema Organspende. Gemeinsam mit Moderatorin Elena Bavandpoori begleiten sie uns durch den Podcast. Hier geht's zum Unterrichtsmaterial "Wissen kompakt: Organspende" Episode 2: Organspende – Meine Entscheidung Die sehr persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ- oder Gewebespende will gut überlegt sein. Aber wie trifft man eine so wichtige Entscheidung? Und wie frei und unabhängig kann ein Mensch in seiner Entscheidungsfindung wirklich sein? In dieser Episode spricht die Medizinethikerin Prof. Dr. Silke Schicktanz von der Universitätsmedizin Göttingen mit Isabella und Alina über die Voraussetzungen für eine wichtige Lebensentscheidung. Episode 3: Mein Leben mit In dieser Episode treffen sich Greta und Mustafa mit Lukas und Viktoriia, die beide von ihren Vätern eine Niere erhalten haben. Lukas ist aktuell wieder Dialysepatient und wartet auf ein neues Organ. Im Zentrum des Gesprächs steht der Alltag der beiden: Wie fühlt es sich an, mit einem Spenderorgan zu leben? Und wie kann man trotzdem ein weitgehend normales Leben führen? Episode 4: Der Hirntod als Voraussetzung für Organspende Der Hirntod ist die medizinische Voraussetzung für eine Organspende. Aber: Hirntod, was ist das eigentlich? Wie spricht man darüber mit den Angehörigen der verstorbenen Person? Und was bedeuten solche Situationen emotional für einen Arzt? Dr. Hilal Yahya, Neurochirurg und Transplantationsbeauftragter am St. Josef Krankenhaus in Moers, spricht mit Isabella und Lukas über diese und weitere Fragen. Episode 5: Was ist hier gerecht? Nicht allen, die auf eine Organspende angewiesen sind, kann sofort ein geeignetes Organ transplantiert werden. Denn: Es werden weniger Organe gespendet als benötigt. Patientinnen und Patienten müssen daher auf Wartelisten aufgenommen werden und Organe werden nach bestimmten Kriterien vergeben. Wie gerecht ist dieser Prozess? Darüber sprechen Alina und Greta mit dem Medizinethiker Prof. Dr. Hainer Fangerau von der Universität Düsseldorf. Episode 6: Gottes Wille? Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist sehr persönlich. Auch die eigene Religion kann hierbei eine Rolle spielen. In dieser Folge blicken wir aus religiöser Perspektive auf das Thema Organspende. Im Gespräch mit dem Mediziner Dr. Muhammad Safar Al-Halabi vom Zentralrat der Muslime tauschen Isabella, Zeynap und Mustafa ihre Gedanken zum Thema Organspende und Islam aus. Episode 7: Leben geben – Lebendorganspende Bei der Lebendorganspende spenden gesunde Menschen eine ihrer Nieren oder einen Teil ihrer Leber. Sie stimmen einem operativen Eingriff zu, um Familienmitgliedern oder nahestehenden Angehörigen ein längeres Leben zu schenken. In dieser Episode sprechen Alina und Greta mit Viktoriia und Lukas, die beide eine Nierenlebendspende von ihren Vätern erhalten haben.

Erfahrungsberichte

Persönliche Erfahrungsberichte zur Organspende Eine Organspende kann das Leben von Menschen auf vielfältige Weise berühren und verändern. In vier Erfahrungsberichten erzählen eine Wartelistenpatientin, ein Organempfänger, ein Transplantationsbeauftragter und ein Angehöriger eines Organspenders, wie die Organspende ihr Leben geprägt hat. Lesen Sie hier die vier persönlichen Geschichten von Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit der Organspende in Berührung gekommen sind. BIÖG / Jannis Reichard Sascha Koch 2015 hat eine Pilzvergiftung Sascha Kochs Leben schlagartig verändert. Seitdem lebt er mit einer Spenderleber. BIÖG / Jannis Reichard Manja Elle Über 11 Jahre lang stand Manja Elle auf der Warteliste für eine Spenderniere. Als Patientin hat sie sich in dieser Zeit jedoch nie definiert. BIÖG / Jannis Reichard Frank Logemann Als Transplantationsbeauftragter unterstützt Dr. Frank Logemann den Prozess der postmortalen Organspende und erzählt uns von seinen Aufgaben. BIÖG / Jannis Reichard Heiner Röschert Durch einen schweren Autounfall verlor Heiner Röschert seine beiden Kinder, Felix und Pia. Felix' Organe wurden zur Spende freigegeben.

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„Organspende – Die Entscheidung zählt!“ ist eine Kampagne des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland. Diese Internetseite bietet unabhängige und überprüfte Informationen.
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