Medikamente während der Organentnahme
Nachdem der Hirntod festgestellt wurde, ist der Tod der Personnachgewiesen. Die verstorbene Person kann keine Schmerzen mehr empfinden. Aus diesem Grund ist es nicht notwendig, eine Narkose oder Schmerzmittel zu verabreichen. Allerdings werden während der Organentnahme Medikamente verabreicht, die die Reflexe auf Rückenmarksebene hemmen.
Das Rückenmark wird durch die künstliche Beatmung und die künstliche Aufrechterhaltung des Herz-Kreislauf-Systems weiterhin durchblutet. Daher kann es noch Impulse erzeugen, die sich beispielsweise in Blutdruckschwankungen oder unwillkürlichen Bewegungen der Gliedmaße äußern können. Während der Entnahme kann dies den Erfolg der Operation gefährden. Diese Reflexe können durch die Medikamente verhindert werden.
Würdevolle Übergabe an die Angehörigen
Nach der Entnahmeoperation werden die Operationswunden sorgfältig verschlossen und verbunden. Danach wird der Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben. Die Angehörigen können dann in gewünschter Weise Abschied vom verstorbenen Menschen nehmen.