Bis Mitte des 20. Jahrhunderts galten Herz- und Atemstillstand als sichere Todeszeichen. Mit dem Fortschritt der Intensivmedizin in den 1950er Jahren änderte sich diese Sichtweise:
- Medizinische Geräte, wie die Herz-Lungen-Maschinen, konnten Herz- und Lungenfunktionen künstlich übernehmen.
- Menschen mit einem Herzstillstand konnten reanimiert werden.
- Manche Patientinnen und Patienten begannen danach wieder selbstständig zu atmen.
- Herz- und Atemstillstand waren somit kein sicheres Todeszeichen mehr.
Heute können Geräte den Herz-Kreislauf über eine längere Zeit künstlich aufrechterhalten. In manchen Fällen können Patientinnen und Patienten wieder genesen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Gehirn keinen bleibenden Schaden erlitten hat. Ein Sauerstoffmangel kann das Gehirn schädigen. Im schlimmsten Fall kann es sogar unumkehrbar und komplett ausfallen. Dann spricht man medizinisch vom eingetretenen Hirntod: Er gilt nach international anerkanntem Stand der Medizin als sicheres Todeszeichen des Menschen.