Die Herztransplantation

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Kurz gefasst

Das Herz ist die zentrale Pumpe des Organismus. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, das Blut durch den Körper zu befördern. Wenn ein endgültiges Herzversagen (Herzinsuffizienz) vorliegt und andere medizinische Behandlungen zu keiner Besserung des Gesundheitszustandes führen, stellt eine Herztransplantation die letzte Therapiemöglichkeit dar.

Herztransplantation – Zahlen und Fakten

In Deutschland werden jährlich etwa 300 Herzen transplantiert. Etwa 700 Patientinnen und Patienten warten derzeit auf eine Herztransplantation. Krankenhäuser melden jährlich etwa 500 neue Patientinnen und Patienten, die ein Spenderherz benötigen. Die Erfolgsaussichten einer Herztransplantation verbessen sich mit neuen Entwicklungen in der Medizin stetig. Heute arbeiten von 100 transplantierten Herzen ein Jahr nach der Operation noch etwa 75. Nach fünf Jahren sind es noch 65. Zum Vergleich: Die erste Herztransplantation fand 1967 statt. Der transplantierte Patient konnte damals mit dem neuen Herzen nur 18 Tage überleben.

Herz und Lunge arbeiten sehr eng zusammen und der Blutkreislauf beider Organe ist eng miteinander verbunden. So können Lungenerkrankungen eine Herzschwäche bedingen. Andersherum kann ein Herzversagen auch die Lunge in Mitleidenschaft ziehen. Sind beide Organe geschädigt, wird nach Möglichkeit eine Herz-Lungen-Transplantation durchgeführt.

300
Herzen werden jährlich in Deutschland transplantiert
700
Patientinnen und Patienten warten auf eine Herztransplantation

Gründe für eine Herztransplantation

Eine Herztransplantation wird bei Menschen in Betracht gezogen, die an einem fortgeschrittenen Herzversagen (Herzinsuffizienz) leiden. Mechanische Unterstützungssysteme können die Wartezeit auf ein Spenderherz überbrücken, stellen jedoch keine dauerhafte Lösung dar. Die häufigste Ursache für das Herzversagen ist eine Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie). Seltener sind angeborene Fehlbildungen des Herzens oder eine Herzmuskelentzündung.

In der Regel werden mehr Spenderorgane benötigt, als gespendet werden. Das bedeutet, dass Menschen, die ein Spenderorgan benötigen, auf eine Warteliste für das entsprechende Organ gesetzt werden müssen. Um auf die Warteliste für eine Herztransplantation aufgenommen zu werden, muss ein endgültiges Herzversagen vorliegen.

Unterschiedliche Erkrankungen können das Herz so weit schädigen, dass ein endgültiges Herzversagen droht. Dazu zählen vor allem:

  • eine Krankheit der Herzmuskulatur,
  • Herzkrankheit durch anhaltende Durchblutungsstörungen des Herzens und
  • eine angeborene Fehlbildung des Herzens.

Aufgaben des Herzens

Das Herz ist ein kegelförmiges Organ, das aus mehreren Kammern besteht. Es befindet sich zwischen den beiden Lungenflügeln. Bei einem erwachsenen Menschen ist das Herz durchschnittlich faustgroß und wiegt etwa 300 Gramm. Es schlägt etwa 70-mal pro Minute. Jedes Jahr pumpt das Herz rund 2,5 Millionen Liter Blut durch die Gefäße.

Das Herz ist das Zentrum des Blutkreislaufs und hat die Aufgaben:

  • sauerstoff und nährstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen und so die Zellen der Organe und Gewebe zu versorgen;
  • das dann sauerstoffarme und kohlendioxidhaltige Blut zum Gasaustausch in die Lunge zu befördern

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