Nach einer Inselzelltransplantation muss die Patientin oder der Patient lebenslang Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems einnehmen – andernfalls würde das Immunsystem die transplantierten Zellen angreifen. Aktuell suchen Forscherinnen und Forscher nach einer Möglichkeit, diese Immunantwort zu umgehen, wodurch Betroffene keine Immunsuppressiva mehr einnehmen müssten.
Eine künstliche Teflonmembran soll die Inselzellen umhüllen und so vor dem Kontakt mit körpereigenen Immunzellen schützen. Außerdem wird mit genetisch veränderten Beta-Zellen (hypoimmune Pseudo-Inselzellen) aus Schweinen, Mäusen und Affen geforscht, die nicht vom Immunsystem der Patientin oder des Patienten erkannt werden. Der Universitätsklinik Uppsala gelang Ende 2024 erstmals eine Übertragung solcher genveränderter Zellen am Menschen.