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Die Augenhornhaut­transplantation

Lesedauer: 2 Minuten
Kurz gefasst

Die Transplantation der Augenhornhaut wird in Deutschland pro Jahr etwa 6.000-mal durchgeführt. Sie ist damit ein medizinischer Routineeingriff. Für die Empfängerin oder den Empfänger einer Augenhornhautspende kann dieser Eingriff die Lebensqualität enorm steigern. Eintrübungen und Verletzungen der Hornhaut können das Sehvermögen stark einschränken oder sogar zur Erblindung führen. Eine Augenhornhauttransplantation kann diesen Menschen die Sehkraft zurückgeben. Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden.

Transplantation der Augenhornhaut – Zahlen und Fakten

Die Transplantation der Augenhornhaut ist ein medizinischer Routineeingriff. In Deutschland werden jedes Jahr etwa 6.000 Augenhornhäute transplantiert. Zum Vergleich: Die am häufigsten durchgeführte Organtransplantation – die Nierentransplantation – wird durchschnittlich 2.000-mal im Jahr durchgeführt.

Die Erfolgsaussichten der Transplantation einer Augenhornhaut sind relativ gut. Der Grund: Das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) reagiert kaum auf das Transplantat. Abstoßungsreaktionen sind vergleichsweise selten. Das bedeutet, dass die Patientinnen und Patienten nach der Transplantation einer Augenhornhaut in der Regel keine Medikamente (Immunsuppressiva) zur Verhinderung einer Abwehrreaktion einnehmen müssen.

Augenhornhäute stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden. Es gibt zwei Varianten der Entnahmeoperation: Entweder wird das gesamte Auge entnommen oder es wird ein dünnes Stück von der Oberfläche des Auges entnommen. Dieses entnommene Gewebestück ist etwa so groß wie eine 2-Cent-Münze und besteht aus der Hornhaut selbst und einem Teil der darum liegenden Lederhaut (weiße Augenhaut oder Sklera).

Nach der Entnahme werden der Spenderin oder dem Spender künstliche Linsen oder gegebenenfalls Augenprothesen eingesetzt. Der Gesichtsausdruck bleibt erhalten. Äußerlich ist die Entnahme nicht zu erkennen. Die Angehörigen können von der verstorbenen Person in jeder gewünschten Weise Abschied nehmen.

6.000
Es werden jedes Jahr etwa 6.000 Augenhornhäute transplantiert.

Gründe für eine Augenhornhauttransplantation

Eintrübungen oder Verletzungen der Augenhornhaut können das Sehvermögen der Betroffenen stark beeinträchtigen. Diese Erkrankung kann so weit voranschreiten, dass die Betroffenen ganz erblinden. Eine Behandlung besteht darin, die getrübte Hornhaut zu entfernen und durch eine klare Spenderhornhaut zu ersetzen.

Das Sehvermögen der Betroffenen kann so weitestgehend wiederhergestellt und die Lebensqualität enorm gesteigert werden.

Anatomie und Aufgabe der Augenhornhaut

Die Augenhornhaut (Cornea) ist der transparente Teil des Auges, der direkt vor der Pupille und der Regenbogenhaut (Iris) liegt. Sie besteht aus mehreren Schichten und ist die äußere Begrenzung des Auges. Begrenzt wird die Augenhornhaut von der Lederhaut, der weißlichen Haut, die den ganzen Augapfel umschließt.

Die Hornhaut wird vor allem über die Tränenflüssigkeit mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Sie spielt für das Sehvermögen eine zentrale Rolle.

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