Organspende - eine persönliche und berufliche Herausforderung

21.10.2004

Organspende - eine persönliche und berufliche Herausforderung

Vor diesem Hintergrund hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die neue Broschüre „Organspende - eine persönliche und berufliche Herausforderung“ entwickelt, um gerade das Klinikpersonal über Fragen zur Organspende zu informieren. So werden vor allem die Aspekte aufgegriffen, die im Klinikalltag von Bedeutung sind, wie beispielsweise die Fragen: „Wann muss ich einen Hirntod in Betracht ziehen?“, „Wie wird der Hirntod festgestellt und an wen muss ich mich wenden, wenn sich der Verdacht bestätigt?“, „Wie kann ich mit den Angehörigen darüber sprechen?“, „Wer ist für die Koordination der Organspende und die Verteilung zuständig?“

Täglich werden in Deutschland durchschnittlich 11 rettende Transplantationen durchgeführt. Trotz der positiven Entwicklung dieser Behandlungsmethode wird der Bedarf aber bei weitem nicht gedeckt. Ca. 12.000 Menschen warten auf ein Spenderorgan. Davon stehen allein etwa 9.000 auf der Warteliste für eine Spenderniere - fast viermal so viel Menschen, wie im letzten Jahr Nieren verpflanzt werden konnten. Die durchschnittliche Wartezeit liegt in Deutschland bei fünf bis sechs Jahren.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung will mit dem neuen Medium das Klinikpersonal zur persönlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema motivieren. Ein breites Spektrum an Informationen sowie Erfahrungsberichte von Ärzten und Pflegepersonal bieten hierzu einen guten Hintergrund.

Die Broschüre „Organspende - eine persönliche und berufliche Herausforderung“, der Organspendeausweis und weitere Informationsmaterialien können kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de, www.organspende-info.de

Das Infotelefon zur Organspende und Organtransplantation ist unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 90 40 400 Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr erreichbar.

 

/>Das Krankenhaus spielt im Organspendeprozess eine wichtige Rolle. Nur wenn dort seitens der Ärzte und des Pflegepersonals potentielle Spender auch wirklich erkannt und gemeldet werden, ist eine Organspende realisierbar. Außerdem sind die Begleitumstände im Krankenhaus maßgeblich für die Entscheidung der Angehörigen, in eine Organspende einzuwilligen. Dies gilt ganz besonders dann, wenn der Wille des Verstorbenen nicht bekannt ist.