Die Organentnahme

Medizinische Untersuchung der Spenderin oder des Spenders

Der Prozess der Organentnahme kann beginnen, wenn vorher alle Voraussetzung für eine Organspende erfüllt sind: Feststellung des unumkehrbaren Ausfalls der gesamten Hirnfunktionen (Hirntods), Spendermeldung an die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Angehörigengespräch, Zustimmung zur Organ- und Gewebespende.

Sind alle diese Voraussetzung erfüllt, veranlasst das Krankenhaus verschiedenen medizinische Untersuchungen der Verstorbenen oder des Verstorbenen: Die Blutgruppe und die Gewebemerkmale werden bestimmt. Begleiterkrankungen oder Infektionen, die die Empfängerin oder den Empfänger gefährden könnten, werden ausgeschlossen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden an die Stiftung Eurotransplant übermittelt. Eurotransplant führt Spenderorgane und Empfängerinnen und Empfänger aus acht europäischen Ländern zusammen.

Organentnahme

Die Organentnahme wird im Operationssaal mit der gleichen chirurgischen Sorgfalt vorgenommen wie jede andere Operation. Hierbei ist festgelegt, dass die Hirntodfeststellung und die Organentnahmeoperation nicht von denselben Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Erst bei der Entnahmeoperation wird endgültig entschieden, ob ein Organ wirklich zur Transplantation geeignet ist. Nach der Entnahme werden die Organe auf schnellstem Weg zu dem jeweiligen Transplantationszentrum  gebracht. Dort ist die Organempfängerin oder der Organempfänger bereits auf die bevorstehende Transplantation vorbereitet worden, die unmittelbar nach dem Eintreffen des Organs durchgeführt wird. Die Operationen zur Organentnahme und Transplantation werden in der Regel von dem gleichen Ärzteteam durchgeführt.

Nach der Organentnahme wird der Leichnam der Organspenderin oder des Organspenders in würdigem Zustand zur Bestattung übergeben. Die Angehörigen können in jeder gewünschten Weise Abschied vom verstorbenen Menschen nehmen.