Die Transplantation von Hautgewebe und Eihaut der Fruchtblase (Amnion)

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Hautgewebe und die Amnionmembran (Eihaut der Fruchtblase) zählen zu den wichtigsten transplantierbaren Geweben der modernen Medizin. Sie unterstützen die Heilung schwerer Wunden, schützen vor Infektionen und fördern die Regeneration, insbesondere bei Verbrennungen oder Verletzungen an Hornhaut und Bindehaut.

Piktogramm Eihaut und Haut Kurz gefasst
Piktogramm Eihaut und Haut
  • Spenderhaut wird genutzt, um großflächige Wunden zu verschließen.
  • Bei schweren Verbrennungen kann die Transplantation von Spenderhaut lebensrettend sein.
  • Spenderhaut stammt ausschließlich aus postmortalen Spenden, mit der Ausnahme von Eigenhauttransplantationen.
  • Die Eihaut der Fruchtblase (Amnion) umgibt den Embryo während seiner Entwicklung im Mutterleib. Nach einer Kaiserschnittgeburt kann die Eihaut gespendet werden.

Was sind die Aufgaben von Hautgewebe und Amnionmembran?

Aufgaben der Haut

Die Haut ist die zentrale Schutzbarriere des Körpers. Ihre wichtigsten Funktionen sind:

  • Schutz vor Infektionen, Kälte, Hitze und mechanischen Einwirkungen
  • Regulierung von Temperatur und Flüssigkeitshaushalt
  • Unterstützung der Wundheilung
  • Abwehr von Fremdstoffen und Krankheitserregern.

Aufgaben der Amnionmembran

Die Amnionmembran (Eihaut) umgibt das ungeborene Kind während der Schwangerschaft. Sie besitzt besondere medizinische Eigenschaften:

  • Fördert die Wundheilung
  • Reduziert Schmerzen
  • Wirkt leicht entzündungshemmend
  • Unterstützt die Regeneration empfindlicher Gewebe, insbesondere Bindehaut und Hornhaut.

Gründe für die Transplantation von Hautgewebe

Ist die Haut beschädigt, können Erreger leichter eindringen und Infektionen auslösen, welche auf andere Organe übergreifen können. Grundsätzlich kann sich die Haut selbst regenerieren. Bei größeren Wundern jedoch, die nicht durch eine Naht verschlossen werden können, kommt eine Hauttransplantation infrage. Diese sind etwa bedingt durch:

  • großflächige Verbrennungen
  • Verletzungen der Haut durch Tumore
  • chronische Verwundungen

Hautspenden stammen ausschließlich aus postmortalen Spenden – mit der Ausnahme von Eigenhautspenden. Ein Hauttransplantat ist eine dünne Schicht der Oberhau (etwa 4 Millimeter), welche auf die Wunde gelegt wird. Der Selbstheilungsprozess der Haut beginnt dann am Gewebetransplantat.

Gründe für die Transplantation von Zellen der Eihaut

 Die Amnionmembran ist ein wertvolles Transplantat bei bestimmten Verletzungen am Auge. Sie kommt unter anderem zum Einsatz bei:

  • Oberflächlichen Verletzungen der Hornhaut
  • Defekten der Bindehaut
  • Chronischen Entzündungen oder Wunden am Auge
  • Heilungsstörungen nach Augenoperationen

Amnionmembran wird ausschließlich nach Kaiserschnittgeburten als Lebendgewebe gespendet. Die Transplantation der Amnionmembran ist besonders, da sie sehr gut vertragen wird, während sie die Regeneration entscheidend fördert und Schmerzen deutlich reduzieren kann – ein entscheidender Vorteil bei den sensiblen Augenoberflächen.