Im Verlauf des Lebens können sich Gefäße durch Ablagerungen verengen oder ganz verstopfen – häufig durch Diabetes, Rauchen, Bluthochdruck oder Fettleibigkeit. Besonders verengte Gefäße im Herzbereich können lebensbedrohlich sein und einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) auslösen. In solchen Fällen kann eine Blutgefäßtransplantation notwendig werden:
- Bypassoperation: Hier ersetzen menschliche Spenderblutgefäße verengte oder verstopfte Blutgefäße und stellen die Durchblutung wieder her.
- Kunststoffprothesen: Nur bedingt einsetzbar, z. B. bei sehr großen Arterien oder der Halsschlagader. Sie bergen ein erhöhtes Infektionsrisiko und müssen bei Infektionen durch menschliche Transplantate ersetzt werden.
Für medizinische Eingriffe können Spenderblutgefäße genutzt werden, die entweder aus postmortalen Spenden oder Lebendgewebespenden stammen. Bei einer sogenannten autologen Spende wird ein Blutgefäß direkt aus dem Körper der Patientin oder des Patienten entnommen und an einer anderen Stelle wieder eingesetzt.