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Pro und Contra: Ihre Argumente für oder gegen eine Organ- und Gewebespende

Die Frage nach der eigenen Bereitschaft, nach dem Tod Organe- und Gewebe zu spenden, ist sehr persönlich und für viele nicht einfach zu beantworten. Schließlich ist das Thema eng mit dem eigenen Tod und dem anderer Menschen verbunden.

Es löst daher häufig Unsicherheit und Ängste aus. Umso wichtiger ist es, Vor- und Nachteile zu diskutieren und Meinungen auszutauschen.  

Diskutieren Sie mit uns

Was spricht aus Ihrer Sicht für eine Organ- und Gewebespende? Welche Gründe sprechen für Sie dagegen? Teilen Sie uns Ihre Meinung und Ihr persönliches Argument mit, warum Sie für oder gegen eine Organ- und Gewebespende sind.

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  • Pro
  • Contra
Contra
Um Organspender zu sein, muss man u. a. die Voraussetzung "Hirntod" erfüllen. Allerdings gibt es berechtigte Zweifel am Hirntod-Konzept. Ich persönlich sehe den Hirntod als eine Phase des zu Ende gehenden Lebens. Daher möchte ich kein Organspender sein. Ich denke, dass ich ein Recht habe, in Ruhe und liebevoll begleitet und nicht auf dem OP-Tisch liegend diese allerletzte Phase meines Lebens zu verbringen. Darüber hinaus möchte ich als ganzer Mensch beerdigt werden, mitsamt aller meiner Organe.

- Melanie

Pro
Nach dem Tod brauche ich meine Organe nicht mehr, wenn ich durch das spenden einem oder mehreren Menschen das Leben retten kann dann mache ich das. Wenn ich in der Situation wäre und ein Organ bräuchte um weiter leben zu können, würde ich natürlich auch eines wollen um weiter leben zu können, deshalb habe ich einen Organspendeausweis.

- Maya

Contra
Es ist schon unverschämt, wenn man jeden zur Organspende verpflichten will. Wenn ich selbst krank werde, muss ich überall drauf oder alles selbst bezahlen und das ob wohl wir alle dafür jede Menge Versicherung entrichten und dann soll man noch zum Organe Spenden gezwungen werden? Es gibt ein altes Sprichwort, wenn geben und nehmen sich immer die Waage halten, dann lösen sich auch solche Probleme fasst von selbst. So würde auch ich gerne Organspender werden.

- Tischer

Pro
Ichhabe eben schwere Bedenken auf Basis meines Verständnisses der Evolutionslehre geäußert. Aber ich will mich nicht im Einzelfall gegen das Leben eines Mitmenschen wegen eines Unfalls, einer Krankheit oder auch eines Erbschadens entscheiden. Jede(r) Einzelne hat das Recht auf bestmögliche Behandlung und ein möglichst lebenswertes Leben. Die Konsequenzen danach muss jede(r) für sich entscheiden. Darum habe ich mich jetzt für einen Ausweis entschieden.

- Dirk

Contra
Durch eine übermäßige medizinische Versorgung verringert sich die Pflicht und damit potentiell auch die Fähigkeit des Körper, sich mit den Unwägbarkeiten der Natur auseinander zu setzen und Selbstheilungskräfte zu entwickeln, vorzuhalten und zu aktivieren. Im Extremfall wäre die komplette Menschheit bei "Systemausfall" nicht mehr oder kaum noch überlebensfähig. Dem lässt sich nur durch ein (begrenztes) Beibehalten der natürlichen Auslese entgegen treten. Mein Pro-Argument extra.

- Dirk

Pro
Eine Organspende kann viele Menschenleben retten. Es gibt weltweit zu wenig Organe für Bedürftige Menschen. Menschen sterben täglich an dem Mangel. Sie warten Monate vielleicht sogar Jahre auf eine Spende, die vielleicht niemals kommen wird. Sie müssen mit den Folgen leben. Also warum nicht Menschen helfen, wenn man nach seinem Tod sowieso seine Organe nichtmehr braucht?

- Wehrstedt

Contra
Alkoholiker, Raucher oder andere die ihr Lebenlang ungesund gelebt haben und mehr oder weniger alles dafür getan haben schneller zu sterben könnten mein Organ bekommen.

- Marvin

Hinweis
Mehr dazu, welche Kriterien erfüllt werden müssen, damit Patienten auf die Warteliste für ein Organ kommen, findet ihr hier: www.aerzteblatt.de/archiv/21217/Richtlinien-fuer-die-Warteliste-und-fuer-die-Organvermittlung
Contra
Solange Fehler nicht offen Diskutiert und Konsequenzen gezogen werden bin ich raus. Quelle: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/908050/hirntod-diagnostik-formfehler-keine-seltenheit.html

- Sven

Pro
Organspende kann Leben retten, lebenswert verlängern bzw. Lebensqualität verbessern. Durch eine Organspende erhalten Menschen mit einem Organversagen die Möglichkeit zu einer Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben.

- Miriam

Contra
Der Hirntod ist nicht der Tod des Menschen, sondern nur eines (sehr wichtigen) Organs des Menschen. Durch ärztliches Eingreifen (Beatmung) wird eine Teilfunktion des Gehirns ersetzt und der Sterbeprozess wird aufgehalten. Ohne dieses Eingreifen, würden zeitnah auch alle anderen Lebenszeichen verlöschen. Durch die Beatmung aber wird der Mensch "am Leben erhalten". Ein "hirntoter" ist eben noch keine Leiche.

- Rainer

Hinweis
Liegt der unumkehrbare Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) vor, kann unter künstlicher Beatmung das Herz-Kreislauf-System zwischenzeitlich aufrechterhalten werden. Das Hirngewebe wird aber nach und nach vollständig abgebaut. Eine Rückkehr ins Leben ist damit ausgeschlossen. Nach einer korrekt durchgeführten Untersuchung, ist der Tod des Menschen sicher nach neurologischen Kriterien festgestellt.
Pro
Diskutieren Sie mit! Was spricht aus Ihrer Perspektive für eine Organ- und Gewebespende, was dagegen? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

- Ihr Team von „Organspende - Die Entscheidung zählt!“

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