Die wichtigste Hilfe: Da sein. Nähe, Zuwendung und Offenheit wirken stärker als gut gemeinte Ablenkung. Lassen Sie Ihr Kind fühlen, dass es nicht allein ist. Dazu gehört auch, die eigenen Tränen nicht zu verstecken. Kinder dürfen traurig sein, weinen oder wütend reagieren, ohne sich dafür schämen zu müssen, genau wie das Erwachsene auch dürfen. Ihre Emotionen brauchen Zeit und eine sichere Umgebung.
Geben Sie der Trauer einen Raum, ganz egal ob über Gespräche, Erinnerungsalben, Anzünden einer Kerze oder einen Abschiedsbrief. Rituale helfen, Trauer auszudrücken. Solche Ideen der Trauerbewältigung bei Kindern fördern einen gesunden Umgang mit Schmerz. Auch alltägliche Strukturen wie Schule, Hobbys oder Sport geben Halt. Beziehen Sie Lehrkräfte und andere Bezugspersonen ein, damit auch außerhalb der Familie Unterstützung möglich ist.
Wenn das Kind möchte, kann es aktiv Abschied nehmen, zum Beispiel durch die Teilnahme an der Beerdigung oder einem eigenen kleinen Ritual. Kreative Ausdrucksformen wie Malen, Schreiben, Musik oder das Basteln von Erinnerungskisten helfen zusätzlich beim Verarbeiten der Trauer. Zusätzlich stärken sie das Gefühl, selbst etwas tun zu können.