Änderungen des TPG traten in Kraft

Seit dem 01.08.13 sind Änderungen des Transplantationsgesetzes rechtsgültig, sodass falsche Erhebungen, Dokumentation und Übermittlung von Daten zum Gesundheits- bzw. Krankheitszustand eines Patienten verboten und unter Strafe gestellt sind. Die Ermittlung verschiedener Laborwerte der Patienten (sog. MELD-Score) entscheidet über die Aufnahme und Platzierung auf der Warteliste für eine Organspende. Entscheidend für die Warteliste ist die Dringlichkeit und die bisherige Wartezeit auf eine Transplantation, die die Vergabestelle Eurotransplant aus verschiedenen Indikatoren ermittelt. Um die Transparenz bei der Übermittlung der für die Warteliste entscheidenden Laborwerte sicherzustellen, werden diese Untersuchungen im 6-Augen-Prinzip durchgeführt und erfasst.

Manipulationen, die eine erhöhte Dringlichkeit für eine Transplantation vorgeben, werden zukünftig unter Strafe gestellt.

Nähere Informationen zum Ablauf einer Organ- und Gewebespende und zur Vermittlung von Organen und Geweben erhalten Sie hier. Außerdem müssen zukünftig Richtlinien der Bundesärztekammer vom Bundesministerium für Gesundheit genehmigt werden. Generell erlässt die Bundesärztekammer die Richtlinien für die Transplantationsmedizin.

Den aktuellen Gesetzestext finden Sie hier. PDF - (113KB).