Gemeinsame Presseinformation: Neue Informationsangebote unterstützen Hausarztpraxen bei Patientenfragen zur Organspende

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Köln, 20. Oktober. Die Debatte um die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organ- und Gewebespende hat das öffentliche Interesse an dem Thema verstärkt. Gerade das Gespräch mit Hausärztinnen und Hausärzten bietet eine wichtige Möglichkeit, Unsicherheiten und offene Fragen anzusprechen. Um die Aufklärung in den Praxen zu unterstützen, stellen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Hausärztinnen- und Hausärzteverband im Rahmen ihrer langjährigen Kooperation neue Informationsmaterialien zur Verfügung. Sie sollen Patientinnen und Patienten niedrigschwellig mit verlässlichen Informationen versorgen und so eine eigenständige Entscheidung ermöglichen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des BIÖG: "Bei Fragen zur Organspende sind Hausärztinnen und Hausärzte wichtige Vertrauenspersonen. Das persönliche Vertrauensverhältnis bietet Raum, um auch sensible Fragen anzusprechen und Unsicherheiten zu klären. Solche Gespräche helfen Patientinnen und Patienten dabei, eine informierte und selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Für dieses wichtige Engagement danke ich der gesamten Hausärzteschaft herzlich."

Die fünf häufigsten Fragen und Irrtümer

Wie groß der Informationsbedarf ist, zeigt eine Repräsentativbefragung des BIÖG: Immer noch glauben sieben von zehn Befragten, aus gesundheitlichen Gründen keine Organe spenden zu können. Fast die Hälfte nimmt fälschlicherweise an, dass es eine obere Altersgrenze gibt. Dabei schließen nur wenige Erkrankungen eine Organspende aus, und eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Ob Organe für eine Transplantation geeignet sind, entscheiden Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall. Zudem wissen nur 30 Prozent gut darüber Bescheid, welche Möglichkeiten sie haben, ihre Entscheidung zu dokumentieren. Genau diese Fragen und Irrtümer greifen die neuen Materialien auf.

Neue Materialien für Praxen:

Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes: “Aus unseren Praxen wissen wir: Über die Organspende kursieren zahlreiche Fragen und Mythen. Das macht eine verlässliche Aufklärung unabdingbar. Mit dem Beitragssatzstabilisierungsgesetz wird die Finanzierung dieser hausärztlichen Beratung gestrichen. Umso wichtiger ist Informationsmaterial, das verlässlich und verständlich aufklärt – für die Patientinnen und Patienten, die eine Entscheidung treffen wollen, wie auch für unsere Praxen.”

Dokumentation der eigenen Entscheidung im Organspende-Register oder im Organspendeausweis: 

Weitere Materialien und Informationen für Praxen finden Sie im Bereich für Hausärztinnen und Hausärzte.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des BIÖG.

 

Für ein persönliches Gespräch steht das Infotelefon Organspende montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 9040400 zur Verfügung.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

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