Tag der Organspende 2006

2. Juni 2006

Organspende – ein Thema für die ganze Familie

[img 1 150 right]Wer kennt die Einstellung seines Partners zur Organspende? Wer weiß, ob sein Kind schon einmal über dieses Thema im Schulunterricht gesprochen hat und ob es eine eigene Meinung dazu hat? Der Tag der Organspende am 3. Juni lädt dazu ein, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und innerhalb der Familie darüber zu sprechen. So kann sichergestellt werden, dass der eigene Wille bekannt ist und von den Angehörigen mitgetragen wird.

Organspende ist ein Thema, das verschiedene Fragen aufwirft und unterschiedliche Reaktionen auslöst. Viele Menschen haben davon gehört, aber nur wenige haben sich intensiver damit auseinander gesetzt und in ihrer Familie darüber gesprochen. „Im Ernstfall sind viele Menschen bei der Frage nach einer Organspende verunsichert“, erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Der Tag der Organspende ist deshalb eine gute Gelegenheit, sich zu Lebzeiten über das Thema auszutauschen und die Meinung der jeweiligen Familienmitglieder kennen zu lernen.“ Oftmals entwickeln sich dabei ganz konkrete Fragen, ob beispielsweise eine Altersgrenze für eine Organspende besteht oder wie der eigene Wille dokumentiert werden kann. Aber auch der Austausch zu ethisch-religiösen Fragen ist wichtig: „Wann ist der Mensch tot?“, „Ist Organspende mit meinem Glauben vereinbar?“ oder „Lasse ich meine Angehörigen durch eine Organspende im Stich?“

Eine fachliche Beratung bietet das Infotelefon Organspende der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen Stiftung Organtransplantation unter der kostenfreien Rufnummer 0800-90 40 400. Weitere Informationen stehen unter www.organspende-info.de bereit. Informationsmaterialien können unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de