Die häufigsten Fragen - Neue Plakate

10.03.2004
Die häufigsten Fragen zur Organspende - Neue Plakate geben Antworten
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung startet neue Plakatserie zum Thema Organspende

Die Einstellung zur Organspende in Deutschland ist grundsätzlich positiv: knapp 70 Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland wären mit einer Organentnahme nach ihrem Tode einverstanden, wie die Repräsentativerhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegen. Dennoch gibt es in vielen Punkten Unsicherheiten und offene Fragen. Dies erfahren die Mitarbeiterinnen des Infotelefons Organspende der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in ihrer täglichen Arbeit immer wieder.

Die am häufigsten gestellten Fragen sind: Ist das Thema Organspende für mich überhaupt wichtig? Warum sollte ich jetzt eine persönliche Entscheidung für oder gegen Organspende treffen? Ab welchem Alter kann ich mich selbst für oder gegen die Organspende entscheiden? Bis zu welchem Alter sind meine Organe für eine Transplantation hilfreich?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat genau diese Fragen aufgegriffen und gibt Antworten auf vier verschiedenen neuen Plakatmotiven.

Motiv 1:
„Für jeden könnte das Thema Organspende irgendwann eine Rolle spielen.“ So lautet der Slogan des ersten Motivs. Viele Menschen vergessen, dass dieses Thema dann in Familien an Bedeutung gewinnt, wenn ein Familienangehöriger auf eine Transplantation wartet, wie weitere ca. 12.000 Menschen in Deutschland. Das Thema wird auch dann aktuell - jedoch viel seltener - wenn Angehörige mit der Frage konfrontiert werden, ob der Verstorbene einer Organentnahme zugestimmt hätte. Mit dem Thema Organspende sollte sich daher jeder Bürger beschäftigen.

Motiv 2:
„Organspende? Das entscheide ich selbst!“ soll den Betrachter motivieren, den Angehörigen die Entscheidung für oder gegen Organspende in einer sowieso schon extrem belastenden Situation zu ersparen. Es geht dabei nicht um ein richtig oder falsch, es geht einzig darum, überhaupt eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese in einem Spenderausweis zu dokumentieren.

Motiv 3:
Die Frage nach den Altersgrenzen spielt immer wieder eine wichtige Rolle. Jugendlichen ist häufig nicht bekannt, dass sie bereits ab 14 Jahren einer Organspende widersprechen und ab 16 Jahren einer Organspende im Falle des eigenen Todes zustimmen können. „Ob ich einen Organspendeausweis habe? Na klar, geht doch schon ab 16.“ sagt dazu der Jugendliche des dritten Motivs.

Motiv 4:
Die ältere Dame des vierten Motivs stellt klar, dass „Organspender zu sein […] keine Frage des Alters“ sei, da hierfür das biologische, nicht das kalendarische Alter entscheidend ist. Dennoch vermuten viele ältere Menschen fälschlicherweise, dass sie auf Grund ihres Alters nicht mehr als Organspender in Frage kämen.

Die vier neuen Plakate sind dazu gedacht, vor allem von Betroffenenverbänden, Gesundheitsämtern, Apotheken, Arztpraxen, Krankenkassen etc. für ihre Aufklärungsarbeit genutzt zu werden. Selbstverständlich können auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Plakate kostenlos unter folgender Adresse beziehen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, order@bzga.de

Die vier Motive stehen auch zum Downloaden unter www.bzga.de/pressemotive bereit.

Alle, die darüber hinaus Fragen zur Organspende haben, finden auf den Plakaten den Hinweis auf die Internetseiten der BZgA unter www.organspende-info.de sowie auf die Nummer des kostenlosen Infotelefons Organspende 0800/90 40 400