20 Jahre Tag der Organspende

28.05.2002
20 Jahre Tag der Organspende

Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser werben für mehr Organspenden

Am Samstag, 1. Juni 2002, jährt sich zum 20. Mal der “Tag der Organspende”. Anlässlich dieses Tages veranstalten zahlreiche Verbände und Einrichtungen wie Selbsthilfeverbände, Dialyse- und Transplantationszentren bundesweit Aktionen. Diese Veranstaltungen sind ein wichtiger Beitrag, um das Interesse in der Bevölkerung für dieses sensible Thema zu wecken und Ängste und Vorurteile abzubauen. Im Mittelpunkt der Aktionen aber stehen die Menschen, die schon seit Jahren auf ein Spenderorgan warten. Dies waren im Jahr 2001 in Deutschland rund 11.000 Patienten. Dem gegenüber ist die Zahl der durchschnittlich in Deutschland gespendeten Organe mit 3200 pro Jahr bedrückend gering.

Grundsätzlich sind 67 Prozent der Bundesbürger zur Organspende bereit. Das ist das Ergebnis der jüngsten Repräsentativerhebung zur Organspendebereitschaft in der Bundesrepublik Deutschland, die von forsa im Auftrag der BZgA durchgeführt wurde. Allerdings haben nur 12 Prozent einen Organspendeausweis, in dem sie ihre Bereitschaft schriftlich dokumentieren. Um diese Quote zu verbessern, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Vorfeld des Tages der Organspende eine Aussendeaktion durchgeführt. Alle niedergelassenen Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser wurden in einem Schreiben gebeten, für ihre Patienten und Kunden den Organspendeausweis und Informationsmaterialien zur Organspende bereit zu halten. Sie werden von der BZgA auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine solche Aktion mit großem Erfolg durchgeführt. Sie hatte 22.000 Bestellungen von Informationsunterlagen zur Folge.

“Es ist ganz entscheidend, den eigenen Willen in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Denn das Überleben und die Lebensqualität derjenigen, die auf der Warteliste stehen, hängt von der Organspendebereitschaft der Mitmenschen ab”, erklärt Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. “Deshalb müssen wir die verschiedensten Informationswege nutzen, um das Vertrauen der Menschen in die Organspende zu gewinnen. Aus diesem Grund bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäusern, die sich aktiv an unserer Aktion beteiligt haben. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam mit den Botschaften zum diesjährigen Tag der Organspende möglichst viele Menschen erreichen, denn jede oder jeder von uns kann einmal auf eine Organspende angewiesen sein”, so Dr. Pott weiter.

Informationen sind erhältlich unter:


Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Fax: 0221-8992257
e-mail: order@bzga.de
www.organspende-kampagne.de
Gebührenfreies Infotelefon zur Organspende: 0800 - 90 40 400