BZgA unterstützt niedergelassene Arztpraxen in der Aufklärung über Organspende

20.10.2009

Für drei von vier Deutschen sind Ärztinnen und Ärzte die wichtigsten Gesprächspartner zum Thema Organspende. Das zeigt die jüngste Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Organ- und Gewebespende. Vor diesem Hintergrund wendet sich die BZgA in dieser Woche mit einem Schreiben an alle niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland, um sie bei der Information der Bevölkerung zum Thema Organspende zu unterstützen. Hierfür stellt die BZgA eine Auswahl an Informationsmaterialien wie Poster, Broschüren, Flyer und Organspendeausweise zur Verfügung. Sie können kostenlos von den Arztpraxen angefordert werden und bieten eine geeignete Grundlage für das Gespräch mit den Patientinnen und Patienten.

"Aus einer vorangegangenen Studie wissen wir, dass bei Ärztinnen und Ärzten eine große Bereitschaft besteht, über das Thema Organspende aufzuklären", erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Sie sind wichtige Partner, um bei den Menschen die Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen und sie zu motivieren, einen Organspendeausweis auszufüllen."

Der Bedarf an Spenderorganen ist nach wie vor groß. Derzeit warten in Deutschland circa 12.000 Patientinnen und Patienten auf eine Transplantation. Jeden Tag sterben drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten.

Alle Informationsmaterialien der BZgA zum Thema Organspende können auf der Internetseite www.organspende-info.de kostenlos bestellt werden. Das Internetportal bietet darüber hinaus eine Fülle weiterer Informationen, unter anderem auch für die Arztpraxis.