Patientenverfügung und Organspende

In der Patientenverfügung können Sie vorab über das Ob und Wie medizinischer Maßnahmen entscheiden. Auch Ihre Entscheidung zur Organspende kann in einer Patientenverfügung festgehalten werden.

Was ist eine Patientenverfügung?

Mit einer Patientenverfügung lässt sich festlegen, ob und inwieweit bei konkret beschriebenen Krankheitszuständen bestimmte medizinische Maßnahmen durchgeführt werden dürfen oder nicht gewünscht sind. Eine Patientenverfügung ist ein schriftliches Dokument, das von volljährigen Personen erstellt werden kann.

Entscheidung zur Organspende in einer Patientenverfügung festhalten

Sie können die Patientenverfügung dazu nutzen, um Ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende und Gewebespende zu dokumentieren. Hierzu wird folgende Formulierung empfohlen:

Ich stimme einer Entnahme meiner Organe nach meinem Tod zu Transplantationszwecken zu (ggf.: Ich habe einen Organspendeausweis ausgefüllt). Komme ich nach ärztlicher Beurteilung bei einem sich abzeichnenden Hirntod als Organspender in Betracht und müssen dafür ärztliche Maßnahmen durchgeführt werden, die ich in meiner Patientenverfügung ausgeschlossen habe, dann (Alternativen)
[ ] geht die von mir erklärte Bereitschaft zur Organspende vor.
[ ] gehen die Bestimmungen in meiner Patientenverfügung vor.
oder
[ ] Ich lehne eine Entnahme meiner Organe und Gewebe nach meinem Tod zu Transplantationszwecken ab.

Wie sollte eine Patientenverfügung aufbewahrt werden?

Eine Patientenverfügung sollte so verwahrt werden, dass insbesondere Ihre Angehörigen, Ärztinnen und Ärzte, Bevollmächtigte, Betreuerin oder Betreuer, aber gegebenenfalls auch das Betreuungsgericht, möglichst schnell und unkompliziert von der Existenz und dem Hinterlegungsort erfahren. Dazu kann es sinnvoll sein, einen Hinweis bei sich zu tragen, wo die Patientenverfügung aufbewahrt wird. Wenn Sie eine Vertrauensperson bevollmächtigt haben, sollte auch diese informiert sein.

Sie können Ihre Patientenverfügung beim Zentralen Vorsorgeregister registrieren lassen. Das Zentrale Vorsorgeregister ist die Registrierungsstelle für private sowie notarielle Vorsorgevollmachten, Betreuungs- und Patientenverfügungen und wird von der Bundesnotarkammer angeboten.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.vorsorgeregister.de

Broschüre zur Patientenverfügung

Weitere Informationen zur Patientenverfügung finden Sie in der vom Bundesministerium für Justiz herausgegebenen Broschüre: „Patientenverfügung. Leiden – Krankheit – Sterben. Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin?“. Die Broschüre steht unter diesem Link auch als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.