Koordinierung einer Organtransplantation

In Deutschland ist für die Koordinierung einer Organtransplantation die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zuständig. Ziel der DSO ist es, schwerkranken Menschen, die auf den Wartelisten verzeichnet sind, so schnell wie möglich ein Spenderorgan zu vermitteln. Hierbei koordiniert die DSO OrgDas Logo der DSO. Die DSO ist Koordinierungsstelle der Organspende in Deutschland. anspenden und bietet den Krankenhäusern Unterstützung an. Besteht bei einer Patientin oder einem Patienten der Verdacht auf den unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod), führt das Krankenhaus die Hirntod-Diagnostik nach der strengen Richtlinie der Bundesärztekammer durch. Falls das Krankenhaus nicht über zwei dahingehend erfahrene Fachärzte verfügt, kann es sich an die DSO wenden. Die DSO vermittelt dann unabhängige Neurologinnen oder Neurologen, die die Hirntod-Diagnostik durchführen. Wurde der Hirntod zweifelsfrei festgestellt, muss geklärt werden, ob der verstorbene Mensch zu Lebzeiten eine Entscheidung zur Organspende getroffen hat. Liegt von ihr oder ihm keine schriftliche Entscheidung vor, zum Beispiel durch den Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung, werden die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der oder des Verstorbenen gefragt.

Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)

Seit dem Jahr 2000 fungiert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) als Koordinierungsstelle für die Organspende in Deutschland. Das bedeutet: Sie bringt alle Beteiligten zusammen und sorgt für einen möglichst reibungslosen Ablauf von jährlich etwa 2.600  in Deutschland postmortal gespendeter Organe und um die 3.000 in Deutschland durchgeführter Transplantationen.

Liegt die Zustimmung zur Organspende vor, läuft der weitere Prozess routiniert ab: Die DSO übermittelt die medizinischen Daten der Spenderin oder des Spenders an die Stiftung Eurotransplant. Dort werden – nach medizinischen Kriterien wie Erfolgsaussicht und Dringlichkeit – passende Empfängerinnen oder ein passender Empfänger auf der Warteliste von acht europäischen Ländern ermittelt.

Die DSO organisiert den Organtransport zu den Empfängerinnen oder Empfängern. Während die Organe entnommen und für den Transport übergeben werden, bereitet ein Ärzteteam des Transplantationszentrums die jeweiligen Empfängerinnen oder Empfänger für die Transplantation vor.

Unterstützung der Krankenhäuser durch die DSO

Jede Organspende ist eine große Herausforderung für die trauernden Angehörigen. Die DSO bietet Schulungsangebote für das medizinische Personal der Krankenhäuser, die auf die wichtige Aufgabe der Angehörigenbetreuung vorbereiten.

Transplantationsbeauftragte

Die erfolgreiche Durchführung einer Organspende erfordert klare Abläufe und eindeutig definierte Zuständigkeiten. Das Transplantationsgesetz (TPG) schreibt vor, dass Entnahmekrankenhäuser mindestens eine oder einen unabhängigen Transplantationsbeauftragte oder -beauftragten benennen. Transplantationsbeauftragte stellen sicher, dass sich die Entnahmekrankenhäuser bei einer Organspende streng an die gesetzlichen Vorschriften halten. Auf Seminaren der DSO können sich die Transplantationsbeauftragten auf den aktuellen Wissenstand bringen. Darüber hinaus berät die DSO bei der Optimierung krankenhausinterner Abläufe innerhalb des Organspendeprozesses.

Links im Internet:

Deutsche Stiftung Organtransplantation, Informationen zur Organtransplantation sowie neuste Daten und Statistiken.