Nachsorge und Erfolgsaussichten der Organspende

Die Nachsorge

Grundsätzlich dauert die Nachsorge nach einer Organtransplantation ein Leben lang. Der Körper der Organempfängerin oder des Organempfängers wird das neue Organ als Fremdkörper erkennen und ständig versuchen, es abzustoßen. So eine Abstoßungsreaktion kann sehr gefährlich werden. Sie kann dazu führen, dass das transplantierte Organ nicht mehr funktioniert. Organempfänger müssen regelmäßig Medikamente, so genannte Immunsuppressiva, einnehmen, die diese Abstoßung unterdrücken. Die richtige Dosierung der Medikamente und das Auftreten möglicher Nebenwirkungen müssen dabei regelmäßig überprüft werden. Nach einer gewissen Zeit und gutem Verlauf reicht es, wenn die oder der Transplantierte ein Mal im Jahr zur Routineuntersuchung ins Transplantationszentrum kommt.

Häufig gelingt es den Betroffenen gut, mit den Einschränkungen zu leben. Sie kehren nach und nach in den Alltag zurück. Je nach ihrem körperlichen Zustand können sie wieder in den Beruf zurückkehren, Sport treiben und Urlaub machen. Allerdings muss hierbei die erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten durch die geschwächte Immunabwehr berücksichtigt werden, die eine der Folgen der Immunsuppressiva ist. So sollte beispielsweise ein enger Kontakt mit kranken Menschen vermieden und strengere hygienische Maßnahmen bei der Essenszubereitung eingehalten werden. Dies gilt in besonderem Maß bei Urlaubsreisen in Länder mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Erfolgsaussichten von Organübertragungen

Organtransplantationen haben sehr gute  Erfolgsaussichten. In Deutschland funktionieren beispielsweise fast 90 Prozent der transplantierten Nieren noch nach einem Jahr, nach fünf Jahren sind es noch etwa 75 Prozent. Fast 80 Prozent der transplantierten Herzen sind nach einem Jahr noch funktionsfähig. Nach fünf Jahren sind es noch 65 Prozent.