Richtlinien zur Organtransplantation

Das Transplantationsgesetz regelt die Organ- und Gewebespende. Zur Umsetzung dieses Gesetzes sind Richtlinien erforderlich, die das genaue Verfahren regeln. Die Richtlinien werden von der Bundesärztekammer auf Empfehlung der Ständigen Kommission Organtransplantation verabschiedet und nach der Zustimmung durch das Bundesministerium für Gesundheit umgesetzt.

Die wichtigsten Richtlinien sind:
 

Feststellung des unumkehrbaren Ausfalls der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod)
Die Richtlinie legt die Definition und das Diagnoseverfahren zur Feststellung des unumkehrbaren Ausfalls der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) fest. Sie ist verpflichtende Entscheidungsgrundlage für die Ärzte und Ärztinnen, die die Hirntoddiagnostik durchführen.

Zusammenfassung der Vierten Fortschreibung der Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls - (PDF - 461KB)

Wartelistenführung und Organvermittlung
Nach Bekanntwerden der Manipulationen bei der Wartelistenführung 2012 wurde die „Richtlinie für die Wartelistenführung und die Organvermittlung zur Organtransplantation“ überarbeitet und ist am 9.12.13 in Kraft getreten.

Diese Richtlinie legt die Grundsätze für die Aufnahme in die Warteliste für eine Organtransplantation und für die Organvermittlung fest. Hierbei wird nach den einzelnen transplantierbaren Organen unterschieden.

Die überarbeitete Richtlinie schreibt jetzt genauer fest, unter welchen Bedingungen und wie das beschleunigte Vermittlungsverfahren abzulaufen hat .

Spendermeldung - ärztliche Beurteilung
Diese Richtlinie regelt was zu tun ist, wenn eine Person am Hirntod verstorben ist und festgestellt werden muss, ob eine Organentnahme möglich ist. Ergänzend zum Verfahren an den Entnahmekrankenhäusern, ist der gesamte Prozess der Organentnahme und -vermittlung  einheitlich verbindlich geregelt.

Empfängerschutz - medizinische Beurteilung
Diese Richtlinie formuliert Maßnahmen zum Schutz der Organempfängerin und des Organempfängers in der Transplantationsmedizin. Hierzu gehören u.a. die Anforderungen an die Qualität der entnommenen Organe sowie die Anforderungen an Konservierung, Aufbereitung, Aufbewahrung und Transport.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung
Diese Richtlinie legt die Maßnahmen zur Qualitätssicherung fest, die bei einer Organentnahme und -übertragung gemäß dem Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft erforderlich sind.