Herztransplantation

Wenn das Herz nicht mehr richtig arbeitet

Zahlreiche, sehr unterschiedliche Erkrankungen können das Herz so weit schädigen, dass ein Herzversagen droht: beispielsweise eine koronare Herzkrankheit (Verengungen und Verschlüsse der Blutgefäße im Herzen), eine fortschreitende Herzmuskelschwäche infolge einer Infektion, oder Herzfehler bei Kindern und Neugeborenen, die nicht durch eine Operation behoben werden können.

Transplantation – die entscheidende Hoffnung

Wenn alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind, stellt die Transplantation eines gespendeten Herzens oft die letzte Therapiemöglichkeit dar. Die Wartezeit lässt sich heute teilweise durch eine künstliche Herzpumpe überbrücken. Allerdings muss die Patientin oder der Patient dabei im Krankenhaus bleiben und kann sich nur minimal belasten. Eine Transplantation ermöglicht es der oder dem Betroffenen dagegen häufig, ein weitgehend normales Leben zu führen.

Etwa 800 Menschen warten pro Jahr auf eine Herztransplantation. Es stehen aber durchschnittlich nur 400 gespendete Herzen zur Verfügung. Wegen der Schwere der Grundkrankheit versterben diese Patientinnen und Patienten daher häufig, während sie auf ein passendes Organ warten.

Die Ergebnisse nach einer Herztransplantation sind heute sehr gut. So arbeiten nach einem Jahr noch ca. 72% der übertragenen Herzen, nach fünf Jahren sind es noch 62%.

Da Herz und Lunge sehr eng zusammenarbeiten, und der Blutkreislauf beider Organe miteinander verbunden ist, werden bei gleichzeitiger Schädigung von Herz und Lunge nach Möglichkeit beide Organe gemeinsam übertragen.

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