Aktuelle Studie zur Organ- und Gewebespende
Die jüngste Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Organ- und Gewebespende zeigt eine positive Entwicklung des Anteils derer, die einen Organspendeausweis besitzen. Hatten im Jahr 2001 noch 12 Prozent der Befragten einen Organspendeausweis ausgefüllt, waren es im Jahr 2008 17 Prozent.
Repräsentativbefragung Zusammenfassung BZgA 2008 – 165 kB
Ältere Studien zur Organ- und Gewebespende
- Forsastudie Jugendliche
Erstmalig hat die BZgA 2003 eine Repräsentativerhebung zur "Einstellung von Jugendlichen zum Thema Organspende" durchführen lassen. Bereits bei den bisherigen Untersuchungen der BZgA innerhalb der Allgemeinbevölkerung zeichnete sich eine hohe Akzeptanz zur Organspende bei jungen Menschen ab.
68 Prozent der befragten Jugendlichen wären mit einer Organentnahme im Falle ihres Todes einverstanden, Mädchen und junge Frauen mehr als junge Männer (72 Prozent weiblich, 64 Prozent männlich).
Forsastudie Organspende - 169 kB
- Befragung bestätigt: Ärztinnen und Ärzte unterstützen Aufklärung zur Organspende
Ärztinnen und Ärzte sind für die meisten Menschen die wichtigsten Ansprechpartner in Gesundheitsfragen. Dies gilt auch für das Thema Organspende. In Repräsentativerhebungen der BZgA aus den Jahren 2003 und 2001 geben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie sich bei Fragen rund um das Thema Organspende an Mediziner wenden.
Für die BZgA war dies Anlass, eine gezielte Untersuchung bei niedergelassenene Ärztinnen und Ärzten durchzuführen, um ihre Einstellung zum Thema Organspende und ihre Bereitschaft, Patienten zu beraten, in Erfahrung zu bringen. Insgesamt zeigt sich, dass ein großes Interesse an diesem Thema besteht.
Mit 88 Prozent steht die Mehrheit der befragten Mediziner dem Thema Organspende positiv gegenüber. 84 Prozent sind damit einverstanden, dass man ihnen nach ihrem Tod Organe entnimmt. Damit liegt ihr Anteil mit rund 20 Prozent über dem der Allgemeinbevölkerung.
Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil derer, die einen Organspendeausweis besitzen. Nahezu die Hälfte der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte verfügt über einen entsprechenden Ausweis, während der Anteil in der Gesamtbevölkerung unverändert bei 12 Prozent liegt.
Befragung von Ärzten - 162 kB
- Forsabefragung 2001: Organspendebereitschaft in der Bundesrepublik höher als erwartet
Im Auftrag der BZgA hat forsa, Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, eine repräsentative Untersuchung zur Organspendebereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Die passive Akzeptanz der Organ- und Gewebespende ist demnach hoch: Die große Mehrheit der Befragten - 78 Prozent - hat eine positive Haltung gegenüber der Organspende. lediglich 10 Prozent stehen ihr negativ gegenüber. Als potenzieller Ansprechpartner zu Fragen rund um das Thema Organ- und Gewebespende liegen Ärztinnen und Ärzte in der Präferenz der Befragten an erster Stelle mit 61 Prozent.
Forsa 2001 - 47 kB





